Offenes Treffen: Aberglauben in der Schule? 5.6.

Die Diskussion einleiten wird eine Polemik von Frank:

„Nur die Kirchen raus aus dem Bildungssystem?
Und Gott und Aberglauben drinlassen?

Das Tragen einer Kippa in der Schule würde ich jederzeit verteidigen.
Wieso es damit in Deutschland eine besondere Bewandtnis hat, muss wohl nicht erläutert werden.

Kreuz und Kopftuch haben dort aber nichts verloren, genauso wenig wie „Religionsunterricht“, Sonder-Ferientage für Angehörige staatlich anerkannter Aberglaubensgemeinschaften, Gebetsräume, „freiwillige“ Schulgottesdienste am Luther-Tag, Befreiungen vom Schwimmunterricht oder geschlechtergetrennter Sportunterricht aus religiösen Gründen. Um das Lehren von Kreationismus muss wohl bisher in Deutschland nicht gestritten werden, aber wie lange noch?

Täuscht mein Eindruck oder gibt es solcherart stark zunehmenden Erscheinungen gegenüber eine Menge falscher Toleranz auch unter sich emanzipatorisch verstehenden Pädagog_innen?
Dass mensch ungern mit Rassisten wie Sarrazin eine Position gegen Kopftücher teilen möchte, ist klar. Doch deshalb dürfen wir die kämpferische Auseinandersetzung mit antiemanzipatorischen Ideologien – und das sind prinzipiell alle Religionen, nicht nur deren Institutionen – nicht den Rassist_innen überlassen.“


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