Archiv für Dezember 2013

„Ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“) – Offenes Treffen 22.1.14

Im neuen Jahr geht’s weiter mit dem Thema
„ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“)

Einladung zum offenen Treffen der Kritischen Lehrer_Innen zum Thema Expansives statt defensives Lernen. Klaus Holzkamp, Begründer der Kritischen Psychologie, hat das Konzept des expansiven Lernens entwickelt: Schüler lernen dann auf sinnvolle Weise, wenn sie eigene Gründe (die ihren Lebens- und Lerninteressen entsprechen) dafür haben. Demgegenüber stellt er den Begriff des defensiven Lernens, das nicht der Überwindung von Hindernissen beim Erreichen von Lebens- und Lerninteressen dient, sondern lediglich der Vermeidung von Sanktionen wie z.B. Noten und Abwehr von Bedrohung. Bedingungen in der Schule behindern dementsprechend häufig eher Lernen, als es zu ermöglichen. Ist expansives Lernen im Rahmen von Schulunterricht trotzdem möglich?

Mitt­woch, 22.1.14, um 19 Uhr in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

noch ein paar Lesetipps:
Die beiden Konzepte stammen von Klaus Holzkamp, der die Kritische Psychologie (marxistische Subjektiwssenschaft) an der FU begründet hat.
Hier ein Interview, in dem er über sein spezifisches Verständnis von Lernen spricht:
http://www.ph-heidelberg.de/org/suschu/ex.auszug.holzkamp.pdf
Ein Text, der sich mit dem subjektwissenschaftliuchen Lernkonzept kritisch auseinandersetzt:
http://www.cedefop.europa.eu/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/423/36_de_grotlueschen.pdf
Und eine Hausarbeit mit dem Titel “ Die (Un-) möglichkeit subjektwissenschaftlichen Lernens im Schulalltag“
http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/~gerstner/Wilhelm.pdf

Ge­flüch­te­te & Schu­le – Offenes Treffen am Mitt­woch, 11.​12.

Ge­flüch­te­te & Schu­le
Die kritischen Lehrer_innen laden zum Gespräch
Wir wollen uns diesmal mit der Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher befassen. Diese haben zwar ein Recht auf Bildung, also auch auf den Schulbesuch, welches aber aktuell in Berlin aufgrund diskriminierender bürokratischer Hürden nur dürftig durchgesetzt wird. Und selbst wenn es durchgesetzt wird, stellt sich die Frage, ob das hiesige Schulsystem angemessen auf geflüchtete Kinder und Jugendliche eingestellt ist. Demnach wollen wir darüber nachdenken, wie sie bei diesem Zugangsproblem und innerhalb der Schule unterstützt werden können. Auch Möglichkeiten, wie das schulische Umfeld informiert, sensibilisiert und politisiert werden kann, sollen diskutiert werden. All diese Überlegungen zu Support, Empowerment, Sensibilisierung und Politisierung sollen dabei jedoch daraufhin abgeklopft werden, wie angesichts einer weißen Dominanz v.a. der Lehrer_innenschaft und der administrativen Ebene Othering, Paternalismus, Viktimisierung und positiver Rassismus vermieden werden können: Was, wenn sie aus guten Gründen gar nicht in die Schule wollen? Wie kann ein paternalistischer und exklusiver Diskurs über „diese Flüchtlingskinder“ in Lehrer_innenzimmern und auf Schulkonferenzen vermieden werden? Wie kann erreicht werden, dass zwar die individuellen Geschichten der Schüler_innen sensibel berücksichtigt werden, Empathie und Solidarität gefördert werden, sie aber nicht permanent auf diese Rolle der „Anderen“ und der „Opfer“ reduziert werden?

Mittwoch, 11.12.13, um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger 58, Kreuzberg)