Archiv für Mai 2014

Bourdieu – Die konservative Schule – 4.Juni Offenes Treffen

Empirische Studien haben den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungschancen auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems immer wieder bestätigt. Pierre Bourdieu geht davon aus, dass dieser Zusammenhang nicht mit Unterschieden in den angeborenen Fähigkeiten oder dem Ausmaß an Anstrengung zu erklären ist, sondern anhand der schichtspezifischen Vererbung von sogenanntem kulturellen Kapital (Einstellungen und Fähigkeiten) von Eltern auf ihre Kinder. Er stellt dadurch in Frage, dass das Bildungssystem soziale Mobilität ermöglicht und hält Chancengleichheit vielmehr für einen Mythos. Denn Schule, die die unterschiedliche kulturelle Ausstattung im Habitus der Schüler weder berücksichtigt noch ausgleicht, benachteiligt damit Kinder nicht-akademischer Milieus und reproduziert so soziale Ungleichheit. Aber ist eine Praxis, die im Sinne Bourdieus zu Bildungsgerechtigkeit beiträgt, möglich?

Treffpunkt:
um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58

Digitales Panoptikum und die Schule als Dealer

Of­fe­nes Tref­fen am Mitt­woch, 7.5. um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Schulen treten zunehmend als Dealer auf, die vertickten Waren heißen Computer und Internet. Wir sind natürlich nicht gegen Drogen, aber mensch muss einen selbstbestimmten Umgang mit ihnen lernen und Dealer Verantwortung für ihre Ware übernehmen.
Es wird jedoch meist alles, was irgendwie nach Computerpad, digitaler Tafel, etc. aussieht oder wo ein Apfel draufklebt, unkritisch von Eltern, Schulen und zunehmend schon Kitas gehypet, ohne überhaupt je nach irgendeinem Nutzen zu fragen. Vom Schaden ganz zu schweigen.
Wie soll eine solche Schule einen reflektierten Umgang mit den sogenannten „sozialen“ Netzen u.ä. fördern? Die Bewertung dieser bleibt dabei bei der Erkenntnis stehen, dass dort schreckliche Dinge passieren
können, die zum Glück sehr selten sind, doch über die ständige tägliche Selbstvermarktungs- und Anpassungspraxis wird nicht nachgedacht.
Ist die digitale Schere im Kopf schon komplett installiert? Nur wer nicht lebt, kann behaupten „ich habe doch nichts zu verbergen“, das rechtfertigt aber immer noch nicht, andere unfreiwillig mit ins Panoptikum zu zwingen.

Über diese Fragen wollen wir uns nach kurzem Input untereinander austauschen und diskutieren.
Wenn gewünscht und die Diskussion nicht zu spät endet, kann anschließend eine Einführung in Verschlüsselung als Praktischen
Daten-Selbstschutz
stattfinden.

Public Key der krile

Wir haben natürlich auch einen gpg/pgp-Key, damit Ihr uns verschlüsselt mailen könnt, die ID ist 0F3B1B61, falls Du ihn von einem Keyserver hast und sichergehen willst. Sonst gibts ihn natürlich auch hier direkt.

Wenn Du mit Spaß lernen möchtest, Deine Privatsphäre zu schützen, empfehlen wir Dir eine cryptoparty.in/berlin