Bourdieu – Die konservative Schule – 4.Juni Offenes Treffen

Empirische Studien haben den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungschancen auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems immer wieder bestätigt. Pierre Bourdieu geht davon aus, dass dieser Zusammenhang nicht mit Unterschieden in den angeborenen Fähigkeiten oder dem Ausmaß an Anstrengung zu erklären ist, sondern anhand der schichtspezifischen Vererbung von sogenanntem kulturellen Kapital (Einstellungen und Fähigkeiten) von Eltern auf ihre Kinder. Er stellt dadurch in Frage, dass das Bildungssystem soziale Mobilität ermöglicht und hält Chancengleichheit vielmehr für einen Mythos. Denn Schule, die die unterschiedliche kulturelle Ausstattung im Habitus der Schüler weder berücksichtigt noch ausgleicht, benachteiligt damit Kinder nicht-akademischer Milieus und reproduziert so soziale Ungleichheit. Aber ist eine Praxis, die im Sinne Bourdieus zu Bildungsgerechtigkeit beiträgt, möglich?

Treffpunkt:
um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58


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