Krile-Treffen 7.10.: Ökonomisierung der Bildung

Die ökonomische Dimension der gegenwärtigen Bildungspolitik zeigt, dass Bildung ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Standortfaktor ist und daher auf die Anforderungen der Ökonomie ausgerichtet wird.
Die Forderung nach mehr Bildung im Bildungsdiskurs wird in der heutigen Zeit an eine ökonomische Denkform gekoppelt, welche die Leistungsfähigkeit der Lernenden fokussiert und die Individuen darauf vorbereitet, sich mit der notwendigen Flexibilität und Anpassungsbereitschaft im Arbeitsleben zu engagieren. So strebt die aktuelle Bildungspolitik an, einen Typus von Lernenden zu konstruieren, die sich als Unternehmer ihrer Arbeitskraft verstehen und wissen, wie sie sich in dieser Leistungsgesellschaft durchzusetzen haben. Dabei steht insbesondere die Schule in der Verpflichtung den unternehmerisch handelnden Menschen auszubilden, der willens und in der Lage ist, in höherem Maße als bisher auch in den Bereichen Erwerbsarbeit und Daseinsfürsorge für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Betroffene der Ökonomisierung der Bildung, sind sowohl Schüler_Innen wie auch Lehrer_Innen. Ökonomisierungstendenzen sind für die Lehrer_Innen u.a. in folgenden Bereichen zu finden: Kompetenzorientierung in der Lehrer_Innenausbildung, Fortbildungsangebote, strukturelle Veränderungen in der Organisation von Schule, Einführung von Qualitätssicherungssystemen wie auch in den Begrifflichkeiten des Schulalltags. Daher ist die Frage zu stellen, inwiefern Lehrer_Innen eine Ökonomisierung der Schule wahrnehmen und inwieweit einer ökonomischen Denkform entgegengewirkt werden kann bzw. entgegengewirkt werden muss.

Treffpunkt:

um 19 Uhr

in der Meuterei,
Reichenberger Str. 58

Links:

http://www.akweb.de/ak_s/ak579/01.htm

http://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/sowi_didaktik/sozialkunde/Texte_und_Literaturtipps/Krautz_J_2009.pdf


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