Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Berlin Rebel Highschool – gemeinsamer Kinobesuch 11.7.

Am Dienstag, den 11.7. besuchen wir um 19 Uhr zusammen die
Filmvorstellung von „Berlin Rebel High School“ mit Beate Ulreich
(Schulbüro SFE) und Simon Raschke (Mathelehrer SFE) im Kino Moviemento
in Kreuzberg. Wer möchte, kann gerne mitkommen (selbstständig Karten
reservieren) und im Anschluss mit uns diskutieren.

Offenes Treffen 28.6.

Unser nächstes Offenes Treffen findet am Mittwoch, 28.6.17, um 19Uhr statt, diesmal im Café der Kulturfabrik, Moabit.

Es geht vor allem darum zu planen, was wir in Zukunft machen wollen, also eine gute Gelegenheit, mit neuen eigenen Ideen dazuzukommen.

Säkulare Schule verteidigen

Endlich hat mal eine Schulleitung das Präsentieren eines Foltersymbols, genannt „Kreuz“, verboten.
Einige KriLen sind begeistert. So muss mensch es machen, um religiöse Symbole aus der Schule rauszuhalten, ohne sich dem Verdacht des Rassismus aussetzen zu müssen.
Weder Kopftuch noch Kreuz!
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/05/schule-religioese-symbole-fisch-kreuz-berlin.html

Themenabend „Gehorsam und Anpassung im Schuldienst“

Wir wollen am 9.5.17 ab 20 Uhr in der Meuterei (Reichenberger Straße) über das Thema „Gehorsam und Anpassung im Schuldienst?“ diskutieren: Gibt es da politische Handlungsspielräume? Wie sehen die aus? Oder ist die Frage nach solch
einem Verhalten mittlerweile hinfällig geworden? Hallo, wie geht es dir, Schere im Kopp?… Eine Bestandsaufnahme.

Auf der Grundlage eines kurzen Textes von Walter Hövel „Wir haben gemacht, was wir wollten – Der Lehrer einer reformpädagogischen Schule erzählt!“ könnt ihr mitreden oder einfach so vorbeikommen in eine überschaubare Runde, die sich selbst erst noch kennen lernt /findet.
Vorkenntnisse in politischer Bildung, in Aktionen oder Belesenheit zum Text selbst oder ganz generell sind keine Vorbedingungen für die Teilnahme.

Wir freuen uns auf euch!

Säkularismus ist kein Rassismus. Diskussion am 27.4.


Diskussionsabend am Mittwoch, 27.4., 20Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)
Die Haltung der Krilen zu Religionen.
Zu diesem Thema ist schon lange mal wieder eine Diskussion überfällig,
Wir tun uns unglaublich schwer, hier eine konsensuale Position zu finden.

Ich habe einen Text vorgelegt (unten), der absolut nicht unumstritten ist – manche mögen ihn polemisch finden – und möchte ihn zur Diskussion stellen. Insofern ist das „wir“ im Text unten nicht etwa eine Vereinnahmung aller für die geäußerten Positionen; ich wünsche mir natürlich, dass sich alle dahinter versammeln.
Wir freuen uns auf die Diskussion und ich mich auch auf Widerspruch.
Amen. F.

Säkularismus ist kein Rassismus.
Gegen Aberglaubenssymbole in Schule und Kita.

Diskrete Folter soll OK sein? „Ein kleines Kreuz“ am Hals des Lehrers halten viele nach derzeitiger Berliner Rechtslage für erlaubt; steht so eigentlich aber nicht in dem Gesetz, das LehrerInnen das Präsentieren von Aberglaubenssymbolen verbietet, egal ob diese in Form eines mythisch überhöhten Stücks Stoff um den Kopf daherkommen oder in Form eines Foltergeräts als Schmuckstück.
Wir finden: auch ein bisschen Religion ist der Verdummung zuviel, das Verbot von Kreuz und Kopftuch für PädagogInnen muss bleiben.
Wir begrüßen deshalb ausdrücklich das aktuelle Urteil des Berliner Arbeitsgerichts zum Thema
Die Berliner Regelungen sind näher an einem aufgeklärten Umgang mit Religionen als sonst in Deutschland und absolut zu verteidigen.
In der Freizeit kann jedeR LehrerIn jeden Mythos anbeten, auf den ersie halt so steht, aber in Schule und Kita haben Religionen und ihre Symbole nichts verloren.
Es darf auch keine Sonderrechte für den Aberglauben geben wie z.B. Befreiung von Mädchen vom Schwimmunterricht aus „religiösen“ Gründen.
Es ist erbärmlich, dass seit Jahren große Teile sich progressiv und links verstehender Szenen solchen säkularen Ansatz als „Islamophobie“ oder „antimuslimischen Rasissmus“ denunzieren und sich so vor den Karren von Reaktionären spannen lassen.
Wir sind „religiosophob“, „patriarchalophob“, „rassismophob“ und „dummheitsphob“. Religionen raus. Wer das nicht unterschreiben kann, kann sich kaum als „emanzipatorisch“ oder „herrschaftskritisch“ bezeichnen.

Ein paar Lesetipps zum Thema:
Charb. Brief an die Heuchler – und wie sie den Rassisten in die Hände spielen.

http://www.gew-berlin.de/10103_14582.php außerdem der Leserinnenbrief auf Seite 32 der „bbz“ 2/16 (gew-zeitschrift berlin)

http://www.emma.de/artikel/hoert-endlich-auf-uns-zu-bevormunden-331467 – auch wenn die Chefin Schwarzer in letzter Zeit in der Tat die Grenze zum Rassismus überschreitet und sich unappetitlich an die AfD ranschmeißt, ein lesenswerter Artikel

das Berliner „Neutralitätsgesetz“

Material für „Willkommensklassen“

Auf unserer Mailingliste wird zur Zeit immer wieder nach – möglichst emanzipatorischem – Unterrichtsmaterialien für die durchaus kritisch zu sehenden „Willkommensklassen“ gefragt. Wir wollen kein alternatives Seminar werden, in dem didaktische Materialien erstellt und bewertet werden, aber vielleicht können wir ja hier auf gutes Material hinweisen und es sammeln, damit nicht jede Woche die selben Mails verschickt werden?
Veröffentlicht Eure Tipps einfach per Kommentarfunktion (erst Artikel anklicken), nach Möglichkeit kurze Erklärung zu jedem Link, und dann ein paar Tage warten, bis wir die Kommentare freischalten. Wir werden erstmal auch kommerziellen Kram freischalten, aber hoffentlich kommt zunehmend Material zustande, dass uns inhaltlich näher liegt.

für faire Arbeitsbedingungen in Sprachkursen

Nächstes Offenes Treffen am Mittwoch, 9.3.
wie immer in der Meuterei, diesmal aber am Mittwoch (9.3.16) und im Kellerraum.

Am selben Tag um 14Uhr demonstrieren Lehrende in sogenannten Integrationskursen vor dem Innenministerium gegen ihre prekären Arbeitsbedingungen unter dem Motto „Prekär ist nicht fair“.
Wir unterstützen die Forderungen der KollegInnen, siehe ihren Flyer.

Ein Redebeitrag ist als Video bei labournet dokumentiert.

Offenes Treffen am 16.2.: Refugees, wir und die tägliche deutsche Rassismuskultur

Bei unserem nächsten Treffen am 16.2.16 wollen wir zusammen mit Euch „Willkommenskulturen“ und „Willkommensklassen“ als wohlklingende Worthülsen auf den Prüfstand heben und im Zusammenhang denken: Wie kann Bildung für Geflüchtete aussehen, wo lernen die Kinder und Jugendlichen im Regelschulsystem mit anderen nach einem Jahr Sprachlernklasse unter sich? Wie geht man mit „schwierigen“ SchülerInnen um?
Und wie hängt all das mit der Debatte um „Obergrenzen“, „Familiennachzug“, der Preisgabe von Schengen, der rechstpopulistischen EU-Appeasement-Politik, dem Verlust einer starken linken Massenmobilsierung, den Brandanschlägen auf Refugee-Unterkünfte und besorgten „volksdeutschen“ Bürger_innen vor notbelegten Turnhallen zusammen?

Am Dienstag, 16.2., um 19:30Uhr in der Meuterei.

Inklusion – Offenes Treffen am 19.1.16

Im neuen Jahr gehts weiter am Dienstag, 19.1.,diesmal wieder um 19:30 in der Meuterei:

Inklusion ist seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention Dauerstreitthema in der Bildungslandschaft. Worum es geht, kann ich Euch ein bisschen erzählen und dann möchte ich gern mit Euch darüber diskutieren, warum sie eigentlich so viele LehrerInnen, besonders an den Regelschulen, so scheiße finden, wie man dafür sorgen kann, dass sie gelingt und für alle Sinn macht oder ob man sie schnellstmöglich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen sollte.

Imagine…no religion….no possessions…

Diese Zeilen werden gerne vergessen, wenn jetzt überall wieder „Imagine“ von John Lennon im Radio nudelt.
Kapitalismus abschaffen. Religionen abschaffen.

KriLe on Tour

Am Mi., 2.12. gehen wir wieder gemeinsam zu einer Veranstaltung einer befreundeten Gruppe zum Thema:
„Graue Wölfe in Deutschland – Strukturen und Auftreten des türkischen Ultra-Nationalismus“
Für Krile-Planungen treffen wir uns um vorher 18:45 vor dem Südblock, schreibt uns ne kurze Mail, wenn Ihr uns treffen wollt.

18.11.: Das Referendariat – ein System der Demütigung


Über Das Referendariat – ein System der Demütigung und wie mensch sich dagegen wehren kann wollen wir bei unserem nächsten Offenen Abend, am Mittwoch, 18.11., im Café der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, mit Euch sprechen. Zeit: 19:30Uhr
Vielleicht gründet sich auch eine neue Bezugsgruppe?
Hier geht’s zu unserem Dossier zum Referendariat.

Keinen Feiertag für antisemitischen Frauenhasser

Feiertage? Immer doch! Aber nicht für AntisemitInnen und Frauenverächter. Nein zum Luthertag.

Berlin wird 2017 einen zusätzlichen Feiertag abhalten. Da freuen wir uns natürlich eigentlich, wer sagt schon was gegen einen schönen Tag auf der Faulen Haut.
Gefeiert werden soll aber ein frauenverachtender, antisemitischer Pfaffe namens Luther. Nein dazu!
Luther King statt Martin! Religiöse Feiertage abschaffen!
Macht endlich den Tag der Befreiung Europas von Nazideutschland, den 8. oder 9. Mai, zum Feiertag!

Unser nächster Offener Abend ist voraussichtlich am Di., 3.11., es wird um verschiedene Themen, unter anderem „Inklusion“, gehen – schaut nochmal hier vorbei für mehr Infos.

Sex and the school – Di., 6.10. Offener Abend

Soundtrack: Sookee

Sex scheint wieder ein Problem zu sein. Das finden nicht nur Islamfaschisten weltweit, das finden auch zunehmend fundamentalistische Christen, das finden sogenannte Besorgte Eltern, die gegen Homosexualität und „abartigste Sexpraktiken“ Magnus Hirschfelds und Simone de Beauvoires hetzen, das findet auch Alice Schwarzer.
Zwischen den irren Eltern und Schwarzer gab es zuletzt eine bizarre Parallele im Kampf gegen eine „Frühsexualisierung“ von Kindern. Gemeint ist damit wohl die Tatsache, dass den vermeintlich Unschuldigen Kleinen heutzutage auch in der Schule derart Schmuddelkram wie verschiedene Spielarten des Sex von Masturbation, über homosexuellen Sex bis hin zu Analsex, präsentiert werden soll. Das stößt auf Widerstand von LustfeindInnen vielerlei Couleur, womit die richtige Forderung nach Vielfalt auf absurde Weise eingelöst wird.
Übrig bleibt die Förderung sexueller Vielfalt und Identitäten, Reden über verschiedene Formen von „Liebe“, aber schnackseln, pimpern, wichsen, knutschen, vögeln, scheint keineR mehr zu dürfen oder zu wollen. Selbst „kein Sex vor der Ehe“ scheint unter SchülerInnen langsam wieder eine Bewegung zu werden.
Immer schwieriger hat es jede Darstellung von Sexualität als lustvoll, selbstbestimmt, toll.

Liegt dies vielleicht daran, dass alles Reden über Sex seit den schockierenden Enthüllungen über den massenhaften sogenannten „Missbrauch“ Jugendlicher und Kinder durch Mitglieder der kriminellen Vereinigung Kirche und sogar abgekulteter „reformpädagogischer“ Kreise tabuisiert ist? Traut sich keineR, lustfeindliche Tendenzen in einigen feministischen Zusammenhängen zu kritisieren, um nicht mit Maskulisten und anderen Reaktionären verwechselt zu werden? Soll mit manch problematischem der sexuellen Revolution auch deren Kern der Befreiung und Emanzipation vergessen werden?

Lest am besten schonmal diesen Text, die „Hautaufgaben“ (kann ja auch mal ne bürgerliche Zeitung sein).
Und noch ein Buchtipp: Vögeln ist schön. Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt. Ulrike Heider, Rotbuch.

Am Dienstag, 6.10.15 wie immer um 19:30Uhr in der Meuterei.

„Marsch für das Leben?“ – What the fuck!

Wir sagen mit vielen „what the fuck!“ zu christlichen Fundis, Abtreibungsgegnern, Antifeministen und anderen Reaktionären. Beteiligt Euch an den Aktionen am Samstag | 19. September | 11.00 Uhr | S-Bhf. Anhalter Bahnhof.

Demnächst machen wir auch mal nen Offenen Abend zu sexfeindlichen Reaktionären.

Offenes Treffen am 22.9. – Ende der Sommerpause….

Am Dienstag, 22.9., treffen wir uns zum ersten Offenen Treffen nach der Sommerpause. Wie immer 19:30Uhr, wie immer in der Meuterei, wie immer sind alle Interessierten herzlich willkommen.
Vor allem geht es darum, gemeinsam die neue „Saison“ zu planen, dies ist also eine optimale Gelegenheit, uns kennenzulernen.

Bildungskritik und was tun

offenes Treffen am Dienstag 14.4.15, wie immer um 19:30 in der Meuterei

Worum geht es?
Wir wollen uns einmal die Zeit nehmen, ganz Grundlegendes zu besprechen: Wer sind wir? Was wollen wir? Wie wollen wir arbeiten, wie positionieren wir uns, was sind unsere Handlungsmöglichkeiten? Was verstehen wir denn eigentlich unter Bildungskritik und wohin mit dieser Kritik?! …

Deswegen haben wir uns gedacht, ein Wochenende zu planen, um all diesen Fragen den nötigen Platz einzuräumen und unsere konkrete politische Perspektive für die nächste Zeit herauszuarbeiten.

Das Ziel ist dabei nicht, ein KriLe-Manifest zu verfassen und festzunageln, sondern uns zu fragen, was unseren Minimal-Konsens ausmacht und wie Organisationsformen, Strukturen, Vernetzungen für uns denn aussehen könnten.

Wir laden alle Interessierten, ob Lehramtsstudent_innen, Referendar_innen, Lehrer_innen oder anderweitig bildungskritisch „Tätige“, herzlich ein zusammen mit uns in die (Projekt-)Planung einzusteigen!

Kommt vorbei! Wir freuen uns auf Mitstreiter_innen.
Falls Ihr zur Planung am 14. nicht kommen könnt, aber Lust habt, mit uns wegzufahren, meldet Euch per Email.

Der Kritikbegriff im Kontext der Bildung – Offenes Treffen am 17.2.

Das nächste Offene Treffen der KriLe wird sich mit dem Begriff der Kritik beschäftigen. Als Ausgangsimpuls soll an die kritische Bildung angeknüpft werden, welche die Kritik als eine Beanstandung der Gesellschaft im Hinblick auf ihre Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen beleuchtet. Laut diesem Ansatz ist es erforderlich, dass eine systematische Überprüfung der gesellschaftlich-politischen Voraussetzungen, mit welchen jedes Subjekt der Gesellschaft konfrontiert wird, in den Fokus rückt. So müssen Strukturen und Mechanismen sozialer Ungleichheit und Herrschaft stets hinterfragt und kritisch dargestellt werden.

Nach einer kurzen Darstellung des Kritikbegriffs aus der Perspektive der kritischen Bildung soll die Integration des Kritikbegriffs in die Praxis diskutiert werden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt: „Was macht den Kritikbegriff für uns als KriLe aus und inwiefern sollte dieser herrschaftskritisch hergeleitet werden?“

Dienstag, 17.2., 19:30
in der Meuterei

KriLe-Pläne für 2015

In letzter Zeit haben wir intensiv über die Frage diskutiert, wie wir in Zukunft mehr zur politischen Aktion kommen. Wir wollen nicht „nur“ bei theoretischer Kritik stehenbleiben.
So haben wir uns unter anderem geeinigt, eine neue Struktur für unsere Treffen auszuprobieren: Wir wollen mehr oder weniger abwechselnd zu „Offenen Treffen“ wie bisher und zu themenbezogenen „Projekttreffen“ einladen. Bei den „Projekttreffen“ soll längerfristig an einem Thema gearbeitet werden. Die ersten geplanten Termine fürs neue Jahr sind:

06.01.2015: Offenes Treffen zum Projekt „Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft

20.01.2015 Offenes Treffen zum Thema „Bezugsgruppen für Referendariat und Schule

03.02.2015 ProjekttreffenRechtspopulismus in der Mitte der
Gesellschaft
“ (Reflexion/Zielperspektive)

17.02.2015 Offenes Treffen zum Thema „Kritik => Herrschaftskritik“

wie immer jeweils Dienstags um 19:30

4.11.14: Emanzipation in der Schule?

Emanzipation im Unterricht – Was ist kritische politische Bildung und wie kann sie im Unterricht wirksam werden?

Di, 04.11.
19:00 Uhr
Meuterei (Berlin-X-Berg, Reichenberger Str. 58)

Gerne möchten wir euch ein Modell politischer Urteilsbildung vorstellen, das zur Zeit an Schulen unterrichtet wird und es mit euch diskutieren. Wir schlagen vor, uns dabei von der Frage leiten zu lassen, wie eine kritische politische Bildung in den Unterricht gebracht werden kann.

Der Ansatz der kritischen politischen Bildung, den wir dazu vorstellen wollen, richtet sich an alle Fächer. Er bedient sich der Dekonstruktion, also der systematischen Überprüfung der gesellschaftlich-politischen Voraussetzungen, welche kontinuierlich auf jedes Gesellschaftsmitglied wirken. Vertreter_Innen der kritischen Bildung regen an, dass die Schulen die vorhandenen Strukturen in einer kritischen Perspektive zeigen, so, dass Brüche und Schwächen der vorgefundenen Gesellschaft sichtbar und diskutierbar werden. Da die gesellschaftlichen Verhältnisse in alle Schüler_Innen hineinwirken, solle ein Gegenstand nicht rein formal dargestellt werden, sondern es sollen in diesem Gegenstand Strukturen und Mechanismen sozialer Ungleichheit und Herrschaft freigelegt werden. Formen der Scheinobjektivierung wie Neutralisierung oder „Biologiesierung€“ sollen kritisch hinterfragt werden; denn die Pädagogik habe ein Verständnis der Lernenden als werdende mündige Bürger_Innen und müsse ihnen daher auch die Werkzeuge dazu anbieten.

Neuauflage von „Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch“ erschienen

Tatsächlich haben wir nun die lange von vielen eingeforderte zweite Auflage unseres „Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch“ (2014, erste Aufl. 2010) fertiggestellt, gedruckt und versandt!
Die Inhalte entsprechen zum größten Teil der ersten Auflage; aktualisiert wurden vor allem Links und Kontakte sowie aktuelle Entwicklungen bei den diversen Projekten. Und der Rotstift hat mit den Tippfehlerchen aufgeräumt…

Bourdieu – Die konservative Schule – 4.Juni Offenes Treffen

Empirische Studien haben den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungschancen auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems immer wieder bestätigt. Pierre Bourdieu geht davon aus, dass dieser Zusammenhang nicht mit Unterschieden in den angeborenen Fähigkeiten oder dem Ausmaß an Anstrengung zu erklären ist, sondern anhand der schichtspezifischen Vererbung von sogenanntem kulturellen Kapital (Einstellungen und Fähigkeiten) von Eltern auf ihre Kinder. Er stellt dadurch in Frage, dass das Bildungssystem soziale Mobilität ermöglicht und hält Chancengleichheit vielmehr für einen Mythos. Denn Schule, die die unterschiedliche kulturelle Ausstattung im Habitus der Schüler weder berücksichtigt noch ausgleicht, benachteiligt damit Kinder nicht-akademischer Milieus und reproduziert so soziale Ungleichheit. Aber ist eine Praxis, die im Sinne Bourdieus zu Bildungsgerechtigkeit beiträgt, möglich?

Treffpunkt:
um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58

„Bildungsferne“ Nachbarschaft? Stadtentwicklung und Schule – 26.2.

Offenes Treffen am Mittwoch, 26.2. um 19 Uhr
in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

„Ich liebe diesen Kiez, da er so bunt ist, aber meine Kinder würde ich hier nicht zur Schule schicken…“
Wir wollen uns diesmal über solche Aussagen austauschen, über ihre Ursprünge und Auswirkungen, implizite Rassismen und Klassismen und unsere eigenen Handlungsmöglichkeiten.
Was motiviert Eltern zu Versuchen, Schulen in Kreuzberg und Neukölln für „Bildungsbewusste“ attraktiver zu machen? Wie funktioniert das Zusammenspiel von Stadt- und Schulentwicklung? Steigt mit den Mieten auch das Bildungsniveau an den Schulen? Sind „Ghettos“ für die „Bildungsfernen“ vorgesehen, aufgewertete Stadtteile für die „Bildungsbewussten“? Wie wirken sich diese Zuschreibungen auf das schulische Miteinander aus? Wie kann schließlich jenseits der Sorge um das eigene Bildungskapital auf politischer, institutioneller, pädagogischer und didaktischer Ebene interveniert werden?

Leseempfehlung:
Juliane Karakayali, Birgit zur Nieden: Rassismus und Klassen-Raum.
Segregation nach Herkunft an Berliner Grundschulen

Bei den Offenen Treffen sind immer alle herzlich willkommen.

Am 26. März machen wir dann eine gemeinsame Veranstaltung mit einem Gast im Buchladen Schwarze Risse: Der Ein­fluss der Kir­chen auf die Schu­le – mit Cars­ten Frerk (Violettbuch Kirchenfinanzen u.a.) – schonmal vormerken und weitererzählen

Schule und Bundeswehr – 12.2. Offenes Treffen gegen d. Militarisierung d. Schule

Massiv drängt die Bundeswehr mit Werbung fürs Tötungshandwerk in die Schulen. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für LehrerInnen, mit dieser Propaganda umzugehen? Wir haben zwei Personen von einem der Bündnisse gegen Bundeswehr Aktivitäten in Schulen – Schule ohne Militär zu Gast, die von Erfahrungen und ihrer Arbeit berichten.

Hinweis: In der aktuellen Jungle World ist auch ein Artikel zu dem Thema:
http://jungle-world.com/artikel/2014/04/49192.html
Und zu Zivilklauseln an Unis z.B. die CONTRASTE 1/14

Im Anschluss wird es für Interessierte noch eine praktische Einführung in E-Mailverschlüsselung geben, wenn wir noch nicht bis spät in die Nacht debattiert haben. Wer Interesse hat, am besten Laptop mitbringen.

Mitt­woch, 12.2.14, um 19 Uhr
in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

„Ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“) – Offenes Treffen 22.1.14

Im neuen Jahr geht’s weiter mit dem Thema
„ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“)

Einladung zum offenen Treffen der Kritischen Lehrer_Innen zum Thema Expansives statt defensives Lernen. Klaus Holzkamp, Begründer der Kritischen Psychologie, hat das Konzept des expansiven Lernens entwickelt: Schüler lernen dann auf sinnvolle Weise, wenn sie eigene Gründe (die ihren Lebens- und Lerninteressen entsprechen) dafür haben. Demgegenüber stellt er den Begriff des defensiven Lernens, das nicht der Überwindung von Hindernissen beim Erreichen von Lebens- und Lerninteressen dient, sondern lediglich der Vermeidung von Sanktionen wie z.B. Noten und Abwehr von Bedrohung. Bedingungen in der Schule behindern dementsprechend häufig eher Lernen, als es zu ermöglichen. Ist expansives Lernen im Rahmen von Schulunterricht trotzdem möglich?

Mitt­woch, 22.1.14, um 19 Uhr in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

noch ein paar Lesetipps:
Die beiden Konzepte stammen von Klaus Holzkamp, der die Kritische Psychologie (marxistische Subjektiwssenschaft) an der FU begründet hat.
Hier ein Interview, in dem er über sein spezifisches Verständnis von Lernen spricht:
http://www.ph-heidelberg.de/org/suschu/ex.auszug.holzkamp.pdf
Ein Text, der sich mit dem subjektwissenschaftliuchen Lernkonzept kritisch auseinandersetzt:
http://www.cedefop.europa.eu/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/423/36_de_grotlueschen.pdf
Und eine Hausarbeit mit dem Titel “ Die (Un-) möglichkeit subjektwissenschaftlichen Lernens im Schulalltag“
http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/~gerstner/Wilhelm.pdf