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Neuauflage von „Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch“ erschienen

Tatsächlich haben wir nun die lange von vielen eingeforderte zweite Auflage unseres „Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch“ (2014, erste Aufl. 2010) fertiggestellt, gedruckt und versandt!
Die Inhalte entsprechen zum größten Teil der ersten Auflage; aktualisiert wurden vor allem Links und Kontakte sowie aktuelle Entwicklungen bei den diversen Projekten. Und der Rotstift hat mit den Tippfehlerchen aufgeräumt…

Das Kreuz mit der Schule, Vom Einfluss der Kirchen in der Bildungspolitik – Diskussionsveranstaltung 26.3.

Am 26. März haben wir eine Diskussionsveranstaltung mit dem Autor Carsten Frerk im Buchladen Schwarze Risse organisiert:

Die „Trennung von Kirche und Staat“ ist ein wichtiger Grundsatz, mit dem sich die sogenannten Westlichen Demokratien gerne gegenüber anderen Gesellschaftsordnungen als überlegen darstellen. „Das Gottesgnadentum ist abgeschafft – Es lebe die Volkssouveränität“ – oder ähnlich.

In Deutschland ist aber schon immer alles etwas anders. Die Kirchen, nicht die Monarchen, hatten im 19. Jahrhundert die Hoheit über die meisten Schulen. Und mit diesen und anderen vordemokratischen Zuständen begründen sie gerne ihre Ansprüche, auch künftig in der Bildungspolitik von der KiTa bis zur Universität ein gewichtiges Wort mitzureden – und dafür auch reichlich vom Staat finanziert zu werden.

Am Beispiel der Berliner Schulstiftung, von Kitas und Religionsunterricht wird unser Referent Carsten Frerk mit einem Input die Berliner Situation skizzieren und die Diskussion eröffnen.

Zum Referenten:
Carsten Frerk wurde durch kirchen- und religionskritische Werke bekannt. Daneben ist er Autor historischer Romane. Im Mittelpunkt seines Werks stehen Buchveröffentlichungen über die finanziellen Verflechtungen von Staat und den beiden Amtskirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Unter anderem deshalb gilt er als Kirchen- und Religionskritiker. Carsten Frerk hat zum Beispiel das „Violettbuch Kirchenfinanzen“
zusammengestellt. Hier der Klappentext:

„Obwohl die beiden großen christlichen Kirchen heute weniger als zwei Drittel der Bevölkerung organisieren, werden viele ihrer Belange durch die öffentliche Hand finanziert. Und das betrifft keineswegs nur Krankenhäuser oder Sozialstationen, die von der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden können. Ob Bischofsgehälter, die Ausbildung kirchlichen Personals oder Missionswerke – konfessionslose und andersgläubige Bürgerinnen und Bürger zahlen kräftig mit.
Carsten Frerk gibt einen systematischen Überblick, zu welchen Gelegenheiten der Staat von den Kirchen zur Kasse gebeten wird. Er problematisiert versteckte Subventionen wie die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer, erläutert die rechtliche und historische Fragwürdigkeit der sogenannten Staatsleistungen und stellt die Frage, warum die Allgemeinheit soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bezuschusst, obwohl dort die Arbeitnehmerrechte weitgehend außer Kraft gesetzt sind.

Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten: Die Zuwendungen der öffentlichen Hand an die Kirchen übersteigen deren Einnahmen aus der Kirchensteuer bei weitem. Und da die Kirchen steuerbefreit sind, tragen sie nichts zur Finanzierung der gesellschaftlichen Infrastruktur bei, von der sie profitieren.“

Mittwoch, 26.März 2014- 19:30 – Buchladen Schwarze Risse (im Mehringhof)

Kein Handbuch (2. Auflage) sucht Finanzierung

Als „Krile – kein Handbuch“ 2010 zum ersten Mal erschien, waren innerhalb weniger Monate alle 1000 Exemplare unserer kritischen Auseinandersetzung mit Schule und Lehrer_innenberuf vergriffen. Seitdem werden wir ständig darauf angesprochen, und neue Lehrer_innen-Initiativen bilden sich. Die nicht auslieferbaren Bestellungen häufen sich in unserem Postfach.

Für Mai 2013 arbeiten wir an einer zweiten, durchgesehenen Auflage des Buchs. Dafür brauchen wir allerdings noch Geld. Wer möchte das unterstützen? Wir suchen Menschen, die das Buchbeim lokalen AStA in seiner_ihrer Nähe oder einer Jugendgewerkschaftsgliederung (Regionale ver.di jugend, junge GEW, DGB-jugend …) oder einer Stiftung vorstellen und in Kooperatioin mit uns einen Antrag stellen.

Unser Plan ist, dass solche Organisationen sich bereit erklären, einen Teil der Produktionskosten der Auflage zu finanzieren. Es wäre also zu beantragen, dass zum Beispiel die ver.di-Jugend NRW die Produktionskosten für 50 Bücher übernimmt (etwa 3 € pro Buch) und ankündigt, wie viele Exemplare davon sie selbst abnehmen und gegen Spende weitergeben möchte. Damit es nicht zu viele Finanziers werden, suchen wir Organisationen, die jeweils 50 Stück oder mehr finanzieren. Das sind also mindestens 150 €.

Das so produzierte und finanzierte Buch wird ausschließlich gegen Spende weitergegeben, denn wir verstehen es als einen Beitrag zum Einstieg in die herrschaftskritische Diskussion über Schule, Erziehung und Bildung, den wir möglichst vielen Menschen zugänglich machen möchten.

Daneben wird allerdings vom Verlag Assoziation A ein Teil der Auflage finanziert (etwa 600 Stück), die in Buchläden für etwa 12 bis 15 € verkauft werden soll. Sie ist für Menschen bestimmt, die ein Buch nicht ernst nehmen, wenn es nichts kostet. Auch diese Menschen möchten wir mit dem Buch gerne erreichen.

Rezensionen zu „Kritische Lehrer_innen. Kein Handbuch“

(cl) Okt. 2010: Nicola Helferich in der Berliner Lehrer_innenzeitung (blz):

Druckfrisch: Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch

„Ein Reader der Kritischen Lehrer_innen Berlin zu Schul- und Gesellschaftskritik, emanzipatorischer Bildung und politischer Selbstorganisation, herausgegeben mit finanzieller Unterstützung der GEW. »Kein Handbuch« wollten die kritischen Lehrerinnen machen. Stattdessen wollten sie Diskussionen anregen, Ergebnisse sichern und Rechenschaft geben über ihr ambitioniertes Projekt.

Fünf Jahre zuvor hatte sich die Gruppe zusammengetan. Themen sollten unter anderem die (Un-)Gleichheit im Bildungssystem, die selektive und disziplinierende Funktion von Schule und Unterricht, die Rolle als Lehrer_in und schulpolitische Trends sein (…)“ weiterlesen

Neues Buch

für alle die an kritischer Bildung und Organisierung interessiert sind:
KriLe Deckblatt Kritische Lehrer_innen. Kein Handbuch.
Ein Reader der Kritischen Lehrer_innen Berlin zu Schul- und Gesellschaftskritik, emanzipatorischer Bildung und politischer Selbstorganisation (nicht nur von Lehrer_innen).

Ihr bekommt den Reader
als PDF (3,5MB): KriLe kein Handbuch

und papiern:
- kostenlos: abholen im AStA TU und FU Berlin und AStA Uni Bremen, oder bestellen über kritischelehrerInnen(at)web.de
- für 4 Euro: in der „Schwarzen Risse“ in Berlin abholen (Kreuzberg: Gneisenaustr. 2a, Prenzlauer Berg: Kastanienallee 85), oder im Buchhandel bestellen (ISBN: 978-3-86747-042-1)

Und wir freuen uns natürlich über Spenden, nicht nur für die letzten Druckkostenschulden und vielleicht einen Nach-/Neudruck, sondern vor allem, damit wir die großartige Arbeit der Grafiker_innen wenigstens ein bisschen honorieren können.

Spendenkonto:
Kontoinhaber_in: reflect! – Assoziation für politische Bildung und Gesellschaftsforschung e.V.
Kontonr.: 4014503600
Geldinstitut: GLS Gemeinschaftsbank eG
Bankleitzahl: 43060967
Als Verwendungszweck bitte nur „Spende Buchprojekt“ (und nix anderes) angeben!