Archiv der Kategorie 'Feminismus'

Aktionstag des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung

Auch die GEW beteiligt sich dieses Jahr am Bündnis für Sexuelle Selbstbestimmung gegen Reaktionäre aller Art, die erneut durch Berlin marschieren:

„Aktionstag des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung

Alle Menschen sollen selbstbestimmt über ihren eigenen Körper entscheiden können. Deshalb wollen wir am 16. September für die Abschaffung des Abtreibungsverbotes gemäß § 218 StGB und für emanzipatorische sexuelle Aufklärung an Schulen demonstrieren – anders als die selbsterklärten „Lebensschützer“, AfD-Anhänger*innen und Co., die am gleichen Tag in Berlin ihren sogenannten „Marsch für das Leben“ durchführen.

Die GEW BERLIN ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme am Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung auf. Die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe wird bei der Kundgebung am Brandenburger Tor sprechen.“

16. September 2017 | 12:00 Uhr | Brandenburger Tor
Weitere Informationen: www.sexuelle-selbstbestimmung.de/

Säkulare Schule verteidigen

Endlich hat mal eine Schulleitung das Präsentieren eines Foltersymbols, genannt „Kreuz“, verboten.
Einige KriLen sind begeistert. So muss mensch es machen, um religiöse Symbole aus der Schule rauszuhalten, ohne sich dem Verdacht des Rassismus aussetzen zu müssen.
Weder Kopftuch noch Kreuz!
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/05/schule-religioese-symbole-fisch-kreuz-berlin.html

Sex and the school – Di., 6.10. Offener Abend

Soundtrack: Sookee

Sex scheint wieder ein Problem zu sein. Das finden nicht nur Islamfaschisten weltweit, das finden auch zunehmend fundamentalistische Christen, das finden sogenannte Besorgte Eltern, die gegen Homosexualität und „abartigste Sexpraktiken“ Magnus Hirschfelds und Simone de Beauvoires hetzen, das findet auch Alice Schwarzer.
Zwischen den irren Eltern und Schwarzer gab es zuletzt eine bizarre Parallele im Kampf gegen eine „Frühsexualisierung“ von Kindern. Gemeint ist damit wohl die Tatsache, dass den vermeintlich Unschuldigen Kleinen heutzutage auch in der Schule derart Schmuddelkram wie verschiedene Spielarten des Sex von Masturbation, über homosexuellen Sex bis hin zu Analsex, präsentiert werden soll. Das stößt auf Widerstand von LustfeindInnen vielerlei Couleur, womit die richtige Forderung nach Vielfalt auf absurde Weise eingelöst wird.
Übrig bleibt die Förderung sexueller Vielfalt und Identitäten, Reden über verschiedene Formen von „Liebe“, aber schnackseln, pimpern, wichsen, knutschen, vögeln, scheint keineR mehr zu dürfen oder zu wollen. Selbst „kein Sex vor der Ehe“ scheint unter SchülerInnen langsam wieder eine Bewegung zu werden.
Immer schwieriger hat es jede Darstellung von Sexualität als lustvoll, selbstbestimmt, toll.

Liegt dies vielleicht daran, dass alles Reden über Sex seit den schockierenden Enthüllungen über den massenhaften sogenannten „Missbrauch“ Jugendlicher und Kinder durch Mitglieder der kriminellen Vereinigung Kirche und sogar abgekulteter „reformpädagogischer“ Kreise tabuisiert ist? Traut sich keineR, lustfeindliche Tendenzen in einigen feministischen Zusammenhängen zu kritisieren, um nicht mit Maskulisten und anderen Reaktionären verwechselt zu werden? Soll mit manch problematischem der sexuellen Revolution auch deren Kern der Befreiung und Emanzipation vergessen werden?

Lest am besten schonmal diesen Text, die „Hautaufgaben“ (kann ja auch mal ne bürgerliche Zeitung sein).
Und noch ein Buchtipp: Vögeln ist schön. Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt. Ulrike Heider, Rotbuch.

Am Dienstag, 6.10.15 wie immer um 19:30Uhr in der Meuterei.

„Marsch für das Leben?“ – What the fuck!

Wir sagen mit vielen „what the fuck!“ zu christlichen Fundis, Abtreibungsgegnern, Antifeministen und anderen Reaktionären. Beteiligt Euch an den Aktionen am Samstag | 19. September | 11.00 Uhr | S-Bhf. Anhalter Bahnhof.

Demnächst machen wir auch mal nen Offenen Abend zu sexfeindlichen Reaktionären.

Emanzipation durch Monoedukation? Gender in den MINT-Fächern

Einladung zum offenen Treffen der Kritischen Lehrer_innen

Thema dieses mal:
Emanzipation durch Monoedukation? Gender in den MINT-Fächern

Die Statistiken sprechen für sich. In den Berufen im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik (MINT) sind Frauen klar unterrepräsentiert. Deshalb wurden von verschiedenen Stellen spezielle Förderprogramme für Mädchen aufgelegt, um mehr Mädchen und junge Frauen für diese Berufe zu gewinnen. Bisher aber nur mit mäßigem Erfolg.
Es wird auch immer wieder gefordert und teilweise auch umgesetzt diese Fächer in der Schule nach Geschlechtern getrennt zu unterrichten (Monoedukation) um auf die Bedürfnisse der Mädchen und Frauen besser eingehen zu können.
Ist das ein sinnvoller Ansatz um in der heteronormativen Gesellschaft eine Gleichberechtigung zu erreichen? Sind die Ziele eines solchen Ansatzes überhaupt unterstützenswert? Oder werden durch solchen monoedukativen Unterricht die gesellschaftlich erzeugten Geschlechterverhältnisse weiter zementiert?

Donnerstag, 14.11.13, um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58