Archiv der Kategorie 'ÖkonomisierungDerBildung'

Neoliberalismus & Co. – Offenes Treffen verschoben

Beim einem der nächsten offenen Projekt-Treffen rund ums Thema „Ökonomisierung von Bildung“ soll es um Theorien zu Neoliberalismus, Postfordismus und verwandten Ideologien gehen. Oder sollten wir doch einfach vom „Kapitalismus“ sprechen?
Datum und ausführliche Einladung folgen hier.

Ideologiefabriken – Offenes Treffen am 16.6.

Die Kritischen Lehrer_innen laden herzlich ein zum nun zweiten offenen Projekt-Treffen rund ums Thema „Ökonomisierung von Bildung“.

Nachdem wir beim letzten Mal über die widersprüchliche Rolle von Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen diskutiert haben, wenden wir uns dieses Mal einigen wichtigen Akteuren aus der Wirtschaft zu. Welche „Ideologiefabriken“ gibt es und wie üben sie Einfluss auf den Bildungssektor aus? Wir werden anhand der Bertelsmann-Stiftung exemplarisch vorstellen, wie nach den Grundsätzen des neoliberalen New Public Management seit 1995 eine Ökonomisierungsoffensive im Bildungsbereich vorangetrieben wird.

Qualitätsmanagement? Standortwettbewerb? Humankapital?
OECD, PISA u. Co.?

Erneut wollen wir uns die Frage stellen, wie Bildung im Kapitalismus organisiert ist und funktioniert. Wir freuen uns auf weitere Interessierte, Besucher_innen, Mitstreiter_innen! Wer Lust hat, kommt wie immer einfach vorbei!

Dienstag, 16.6.15, 19:30 in der Meuterei

Linktipps:
Bildungsreform und Propaganda – von Jochen Krautz
Bildung als Anpassung? Das Kompetenz-Konzept im Kontext einer Ökonomisierten Bildung – noch ein kürzerer Text vom selben Autor
BertelsmannKritik

Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen – Offenes Projekttreffen Di, 2.6.

An alle Lehrer_innen, Student_innen, Referendar_innen, Interessierte oder anderweitig Verquickte im Bildungsbereich!

Die Kritischen Lehrer_innen laden herzlich ein zum ersten offenen Treffen des Projekts „Ökonomisierung von Bildung“. Thema: „Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen“.

Ausgehend von einer theoretischen Auseinandersetzung (u.a. nach Althusser, „Die ideologischen Staatsapparate“ – Abschnitt suchen) mit Schule als ideologischem Staatsapparat wollen wir uns mit den konkreten Widersprüchen im Lehrer_innen-Alltag beschäftigen und aufdecken, wie Schule herrschende Ideologien legitimiert und re_produziert.
In den Mainstream-Bildungstheorien ist die Rede von „Erziehung zur Mündigkeit, Autonomie & Freiheit“, während Schule einen systematischen Beitrag leistet, funktionale Subjekte auf dem Arbeitsmarkt zu platzieren und unter Vermittlung eingeschränkter Wissensstrukturen für deren Orientierung in der bestehenden Ordnung zu sorgen. Von classroom-management über Bildungssponsoring: Schule ist kein neutraler Raum, sondern durchdrungen von neoliberalistischer Verwertungslogik.
Unterrichtsmaterialien aus der Wirtschaft?
Selbstoptimierung im Referendariat?
Standardisierung von Tests?
Welche Ideologien produzieren Lehrer_innen?
Diese und andere Fragen stehen im Fokus unseres Projekts. Wir freuen uns auf weitere Interessierte, Besucher_innen, sich Beteiligende. Wer Lust hat, kommt einfach vorbei!

Dienstag, 2.6.15, wie immer 19:30 in der Meuterei

voraussichtliche weitere Projekttreffen:
- 16.6. Ideologiefabriken (Centrum für Hochschulentwicklung, Initiative Neue Soziale Martwirtschaft, Institut für Schulqualität, etc.)
- 30.6. Theorie (Neoliberalismus und Co., manche nennens auch einfach „Kapitalismus“)
- 14.7. Offenes Treffen – KriLe-Sommerfest
- 28.7. Ferientreffen: Wie weiter?

Bei all diesen Termin gibt es natürlich auch immer Zeit und Raum für aktuelle Themn und Wünsche.

Bildungskritik und was tun

offenes Treffen am Dienstag 14.4.15, wie immer um 19:30 in der Meuterei

Worum geht es?
Wir wollen uns einmal die Zeit nehmen, ganz Grundlegendes zu besprechen: Wer sind wir? Was wollen wir? Wie wollen wir arbeiten, wie positionieren wir uns, was sind unsere Handlungsmöglichkeiten? Was verstehen wir denn eigentlich unter Bildungskritik und wohin mit dieser Kritik?! …

Deswegen haben wir uns gedacht, ein Wochenende zu planen, um all diesen Fragen den nötigen Platz einzuräumen und unsere konkrete politische Perspektive für die nächste Zeit herauszuarbeiten.

Das Ziel ist dabei nicht, ein KriLe-Manifest zu verfassen und festzunageln, sondern uns zu fragen, was unseren Minimal-Konsens ausmacht und wie Organisationsformen, Strukturen, Vernetzungen für uns denn aussehen könnten.

Wir laden alle Interessierten, ob Lehramtsstudent_innen, Referendar_innen, Lehrer_innen oder anderweitig bildungskritisch „Tätige“, herzlich ein zusammen mit uns in die (Projekt-)Planung einzusteigen!

Kommt vorbei! Wir freuen uns auf Mitstreiter_innen.
Falls Ihr zur Planung am 14. nicht kommen könnt, aber Lust habt, mit uns wegzufahren, meldet Euch per Email.

Krile-Treffen 7.10.: Ökonomisierung der Bildung

Die ökonomische Dimension der gegenwärtigen Bildungspolitik zeigt, dass Bildung ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Standortfaktor ist und daher auf die Anforderungen der Ökonomie ausgerichtet wird.
Die Forderung nach mehr Bildung im Bildungsdiskurs wird in der heutigen Zeit an eine ökonomische Denkform gekoppelt, welche die Leistungsfähigkeit der Lernenden fokussiert und die Individuen darauf vorbereitet, sich mit der notwendigen Flexibilität und Anpassungsbereitschaft im Arbeitsleben zu engagieren. So strebt die aktuelle Bildungspolitik an, einen Typus von Lernenden zu konstruieren, die sich als Unternehmer ihrer Arbeitskraft verstehen und wissen, wie sie sich in dieser Leistungsgesellschaft durchzusetzen haben. Dabei steht insbesondere die Schule in der Verpflichtung den unternehmerisch handelnden Menschen auszubilden, der willens und in der Lage ist, in höherem Maße als bisher auch in den Bereichen Erwerbsarbeit und Daseinsfürsorge für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Betroffene der Ökonomisierung der Bildung, sind sowohl Schüler_Innen wie auch Lehrer_Innen. Ökonomisierungstendenzen sind für die Lehrer_Innen u.a. in folgenden Bereichen zu finden: Kompetenzorientierung in der Lehrer_Innenausbildung, Fortbildungsangebote, strukturelle Veränderungen in der Organisation von Schule, Einführung von Qualitätssicherungssystemen wie auch in den Begrifflichkeiten des Schulalltags. Daher ist die Frage zu stellen, inwiefern Lehrer_Innen eine Ökonomisierung der Schule wahrnehmen und inwieweit einer ökonomischen Denkform entgegengewirkt werden kann bzw. entgegengewirkt werden muss.

Treffpunkt:

um 19 Uhr

in der Meuterei,
Reichenberger Str. 58

Links:

http://www.akweb.de/ak_s/ak579/01.htm

http://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/sowi_didaktik/sozialkunde/Texte_und_Literaturtipps/Krautz_J_2009.pdf