Archiv der Kategorie 'Themenabend'

Offenes Treffen 28.6.

Unser nächstes Offenes Treffen findet voraussichtlich am Mittwoch, 28.6.17, statt, allerdings stehen Ort und genaue Uhrzeit (19 oder 20 Uhr) noch nicht fest!
Bitte melde Dich unbedingt vorher bei uns per Mail (kritischelehrerinnen AT web.de), wenn Du kommen möchtest, um Zeit und Ort zu bestätigen.

Themenabend „Gehorsam und Anpassung im Schuldienst“

Wir wollen am 9.5.17 ab 20 Uhr in der Meuterei (Reichenberger Straße) über das Thema „Gehorsam und Anpassung im Schuldienst?“ diskutieren: Gibt es da politische Handlungsspielräume? Wie sehen die aus? Oder ist die Frage nach solch
einem Verhalten mittlerweile hinfällig geworden? Hallo, wie geht es dir, Schere im Kopp?… Eine Bestandsaufnahme.

Auf der Grundlage eines kurzen Textes von Walter Hövel „Wir haben gemacht, was wir wollten – Der Lehrer einer reformpädagogischen Schule erzählt!“ könnt ihr mitreden oder einfach so vorbeikommen in eine überschaubare Runde, die sich selbst erst noch kennen lernt /findet.
Vorkenntnisse in politischer Bildung, in Aktionen oder Belesenheit zum Text selbst oder ganz generell sind keine Vorbedingungen für die Teilnahme.

Wir freuen uns auf euch!

Säkularismus ist kein Rassismus. Diskussion am 27.4.


Diskussionsabend am Mittwoch, 27.4., 20Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)
Die Haltung der Krilen zu Religionen.
Zu diesem Thema ist schon lange mal wieder eine Diskussion überfällig,
Wir tun uns unglaublich schwer, hier eine konsensuale Position zu finden.

Ich habe einen Text vorgelegt (unten), der absolut nicht unumstritten ist – manche mögen ihn polemisch finden – und möchte ihn zur Diskussion stellen. Insofern ist das „wir“ im Text unten nicht etwa eine Vereinnahmung aller für die geäußerten Positionen; ich wünsche mir natürlich, dass sich alle dahinter versammeln.
Wir freuen uns auf die Diskussion und ich mich auch auf Widerspruch.
Amen. F.

Säkularismus ist kein Rassismus.
Gegen Aberglaubenssymbole in Schule und Kita.

Diskrete Folter soll OK sein? „Ein kleines Kreuz“ am Hals des Lehrers halten viele nach derzeitiger Berliner Rechtslage für erlaubt; steht so eigentlich aber nicht in dem Gesetz, das LehrerInnen das Präsentieren von Aberglaubenssymbolen verbietet, egal ob diese in Form eines mythisch überhöhten Stücks Stoff um den Kopf daherkommen oder in Form eines Foltergeräts als Schmuckstück.
Wir finden: auch ein bisschen Religion ist der Verdummung zuviel, das Verbot von Kreuz und Kopftuch für PädagogInnen muss bleiben.
Wir begrüßen deshalb ausdrücklich das aktuelle Urteil des Berliner Arbeitsgerichts zum Thema
Die Berliner Regelungen sind näher an einem aufgeklärten Umgang mit Religionen als sonst in Deutschland und absolut zu verteidigen.
In der Freizeit kann jedeR LehrerIn jeden Mythos anbeten, auf den ersie halt so steht, aber in Schule und Kita haben Religionen und ihre Symbole nichts verloren.
Es darf auch keine Sonderrechte für den Aberglauben geben wie z.B. Befreiung von Mädchen vom Schwimmunterricht aus „religiösen“ Gründen.
Es ist erbärmlich, dass seit Jahren große Teile sich progressiv und links verstehender Szenen solchen säkularen Ansatz als „Islamophobie“ oder „antimuslimischen Rasissmus“ denunzieren und sich so vor den Karren von Reaktionären spannen lassen.
Wir sind „religiosophob“, „patriarchalophob“, „rassismophob“ und „dummheitsphob“. Religionen raus. Wer das nicht unterschreiben kann, kann sich kaum als „emanzipatorisch“ oder „herrschaftskritisch“ bezeichnen.

Ein paar Lesetipps zum Thema:
Charb. Brief an die Heuchler – und wie sie den Rassisten in die Hände spielen.

http://www.gew-berlin.de/10103_14582.php außerdem der Leserinnenbrief auf Seite 32 der „bbz“ 2/16 (gew-zeitschrift berlin)

http://www.emma.de/artikel/hoert-endlich-auf-uns-zu-bevormunden-331467 – auch wenn die Chefin Schwarzer in letzter Zeit in der Tat die Grenze zum Rassismus überschreitet und sich unappetitlich an die AfD ranschmeißt, ein lesenswerter Artikel

das Berliner „Neutralitätsgesetz“

Offenes Treffen am 16.2.: Refugees, wir und die tägliche deutsche Rassismuskultur

Bei unserem nächsten Treffen am 16.2.16 wollen wir zusammen mit Euch „Willkommenskulturen“ und „Willkommensklassen“ als wohlklingende Worthülsen auf den Prüfstand heben und im Zusammenhang denken: Wie kann Bildung für Geflüchtete aussehen, wo lernen die Kinder und Jugendlichen im Regelschulsystem mit anderen nach einem Jahr Sprachlernklasse unter sich? Wie geht man mit „schwierigen“ SchülerInnen um?
Und wie hängt all das mit der Debatte um „Obergrenzen“, „Familiennachzug“, der Preisgabe von Schengen, der rechstpopulistischen EU-Appeasement-Politik, dem Verlust einer starken linken Massenmobilsierung, den Brandanschlägen auf Refugee-Unterkünfte und besorgten „volksdeutschen“ Bürger_innen vor notbelegten Turnhallen zusammen?

Am Dienstag, 16.2., um 19:30Uhr in der Meuterei.

Inklusion – Offenes Treffen am 19.1.16

Im neuen Jahr gehts weiter am Dienstag, 19.1.,diesmal wieder um 19:30 in der Meuterei:

Inklusion ist seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention Dauerstreitthema in der Bildungslandschaft. Worum es geht, kann ich Euch ein bisschen erzählen und dann möchte ich gern mit Euch darüber diskutieren, warum sie eigentlich so viele LehrerInnen, besonders an den Regelschulen, so scheiße finden, wie man dafür sorgen kann, dass sie gelingt und für alle Sinn macht oder ob man sie schnellstmöglich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen sollte.

18.11.: Das Referendariat – ein System der Demütigung


Über Das Referendariat – ein System der Demütigung und wie mensch sich dagegen wehren kann wollen wir bei unserem nächsten Offenen Abend, am Mittwoch, 18.11., im Café der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, mit Euch sprechen. Zeit: 19:30Uhr
Vielleicht gründet sich auch eine neue Bezugsgruppe?
Hier geht’s zu unserem Dossier zum Referendariat.

Sex and the school – Di., 6.10. Offener Abend

Soundtrack: Sookee

Sex scheint wieder ein Problem zu sein. Das finden nicht nur Islamfaschisten weltweit, das finden auch zunehmend fundamentalistische Christen, das finden sogenannte Besorgte Eltern, die gegen Homosexualität und „abartigste Sexpraktiken“ Magnus Hirschfelds und Simone de Beauvoires hetzen, das findet auch Alice Schwarzer.
Zwischen den irren Eltern und Schwarzer gab es zuletzt eine bizarre Parallele im Kampf gegen eine „Frühsexualisierung“ von Kindern. Gemeint ist damit wohl die Tatsache, dass den vermeintlich Unschuldigen Kleinen heutzutage auch in der Schule derart Schmuddelkram wie verschiedene Spielarten des Sex von Masturbation, über homosexuellen Sex bis hin zu Analsex, präsentiert werden soll. Das stößt auf Widerstand von LustfeindInnen vielerlei Couleur, womit die richtige Forderung nach Vielfalt auf absurde Weise eingelöst wird.
Übrig bleibt die Förderung sexueller Vielfalt und Identitäten, Reden über verschiedene Formen von „Liebe“, aber schnackseln, pimpern, wichsen, knutschen, vögeln, scheint keineR mehr zu dürfen oder zu wollen. Selbst „kein Sex vor der Ehe“ scheint unter SchülerInnen langsam wieder eine Bewegung zu werden.
Immer schwieriger hat es jede Darstellung von Sexualität als lustvoll, selbstbestimmt, toll.

Liegt dies vielleicht daran, dass alles Reden über Sex seit den schockierenden Enthüllungen über den massenhaften sogenannten „Missbrauch“ Jugendlicher und Kinder durch Mitglieder der kriminellen Vereinigung Kirche und sogar abgekulteter „reformpädagogischer“ Kreise tabuisiert ist? Traut sich keineR, lustfeindliche Tendenzen in einigen feministischen Zusammenhängen zu kritisieren, um nicht mit Maskulisten und anderen Reaktionären verwechselt zu werden? Soll mit manch problematischem der sexuellen Revolution auch deren Kern der Befreiung und Emanzipation vergessen werden?

Lest am besten schonmal diesen Text, die „Hautaufgaben“ (kann ja auch mal ne bürgerliche Zeitung sein).
Und noch ein Buchtipp: Vögeln ist schön. Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt. Ulrike Heider, Rotbuch.

Am Dienstag, 6.10.15 wie immer um 19:30Uhr in der Meuterei.

Offenes Treffen am 22.9. – Ende der Sommerpause….

Am Dienstag, 22.9., treffen wir uns zum ersten Offenen Treffen nach der Sommerpause. Wie immer 19:30Uhr, wie immer in der Meuterei, wie immer sind alle Interessierten herzlich willkommen.
Vor allem geht es darum, gemeinsam die neue „Saison“ zu planen, dies ist also eine optimale Gelegenheit, uns kennenzulernen.

Neoliberalismus & Co. – Offenes Treffen verschoben

Beim einem der nächsten offenen Projekt-Treffen rund ums Thema „Ökonomisierung von Bildung“ soll es um Theorien zu Neoliberalismus, Postfordismus und verwandten Ideologien gehen. Oder sollten wir doch einfach vom „Kapitalismus“ sprechen?
Datum und ausführliche Einladung folgen hier.

Ideologiefabriken – Offenes Treffen am 16.6.

Die Kritischen Lehrer_innen laden herzlich ein zum nun zweiten offenen Projekt-Treffen rund ums Thema „Ökonomisierung von Bildung“.

Nachdem wir beim letzten Mal über die widersprüchliche Rolle von Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen diskutiert haben, wenden wir uns dieses Mal einigen wichtigen Akteuren aus der Wirtschaft zu. Welche „Ideologiefabriken“ gibt es und wie üben sie Einfluss auf den Bildungssektor aus? Wir werden anhand der Bertelsmann-Stiftung exemplarisch vorstellen, wie nach den Grundsätzen des neoliberalen New Public Management seit 1995 eine Ökonomisierungsoffensive im Bildungsbereich vorangetrieben wird.

Qualitätsmanagement? Standortwettbewerb? Humankapital?
OECD, PISA u. Co.?

Erneut wollen wir uns die Frage stellen, wie Bildung im Kapitalismus organisiert ist und funktioniert. Wir freuen uns auf weitere Interessierte, Besucher_innen, Mitstreiter_innen! Wer Lust hat, kommt wie immer einfach vorbei!

Dienstag, 16.6.15, 19:30 in der Meuterei

Linktipps:
Bildungsreform und Propaganda – von Jochen Krautz
Bildung als Anpassung? Das Kompetenz-Konzept im Kontext einer Ökonomisierten Bildung – noch ein kürzerer Text vom selben Autor
BertelsmannKritik

Bildungskritik und was tun

offenes Treffen am Dienstag 14.4.15, wie immer um 19:30 in der Meuterei

Worum geht es?
Wir wollen uns einmal die Zeit nehmen, ganz Grundlegendes zu besprechen: Wer sind wir? Was wollen wir? Wie wollen wir arbeiten, wie positionieren wir uns, was sind unsere Handlungsmöglichkeiten? Was verstehen wir denn eigentlich unter Bildungskritik und wohin mit dieser Kritik?! …

Deswegen haben wir uns gedacht, ein Wochenende zu planen, um all diesen Fragen den nötigen Platz einzuräumen und unsere konkrete politische Perspektive für die nächste Zeit herauszuarbeiten.

Das Ziel ist dabei nicht, ein KriLe-Manifest zu verfassen und festzunageln, sondern uns zu fragen, was unseren Minimal-Konsens ausmacht und wie Organisationsformen, Strukturen, Vernetzungen für uns denn aussehen könnten.

Wir laden alle Interessierten, ob Lehramtsstudent_innen, Referendar_innen, Lehrer_innen oder anderweitig bildungskritisch „Tätige“, herzlich ein zusammen mit uns in die (Projekt-)Planung einzusteigen!

Kommt vorbei! Wir freuen uns auf Mitstreiter_innen.
Falls Ihr zur Planung am 14. nicht kommen könnt, aber Lust habt, mit uns wegzufahren, meldet Euch per Email.

Der Kritikbegriff im Kontext der Bildung – Offenes Treffen am 17.2.

Das nächste Offene Treffen der KriLe wird sich mit dem Begriff der Kritik beschäftigen. Als Ausgangsimpuls soll an die kritische Bildung angeknüpft werden, welche die Kritik als eine Beanstandung der Gesellschaft im Hinblick auf ihre Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen beleuchtet. Laut diesem Ansatz ist es erforderlich, dass eine systematische Überprüfung der gesellschaftlich-politischen Voraussetzungen, mit welchen jedes Subjekt der Gesellschaft konfrontiert wird, in den Fokus rückt. So müssen Strukturen und Mechanismen sozialer Ungleichheit und Herrschaft stets hinterfragt und kritisch dargestellt werden.

Nach einer kurzen Darstellung des Kritikbegriffs aus der Perspektive der kritischen Bildung soll die Integration des Kritikbegriffs in die Praxis diskutiert werden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt: „Was macht den Kritikbegriff für uns als KriLe aus und inwiefern sollte dieser herrschaftskritisch hergeleitet werden?“

Dienstag, 17.2., 19:30
in der Meuterei

Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft

Offenes Treffen der Kritischen Lehrer_innen: Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft
Dienstag, 16.12., 20 Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

In der gesamten Bundesrepublik Deutschland finden seit geraumer Zeit rechtspopulistische Demonstrationen statt, die rechtes Gedankengut wieder salonfähig machen.
Bürger_Innen, welche sich nicht als rechts verstehen, demonstrieren und hetzen mit bekennenden Nazis gegen „Flüchtlinge“ und die „Islamisierung der Gesellschaft“.
Demonstrationen wie von Pegida oder die Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte in Marzahn, Buch oder Köpenick zeigen, auf welchen verschiedenen inhaltlichen Ebenen der Rechtspopulismus in die Mitte der Gesellschaft wirkt. Erste „aktive“ Aktionen gegen „Flüchtlinge“ zeigten sich am 11.12.14 in Nürnberg, wo drei als „Flüchtlingsunterkünfte“ vorgesehene Häuser in Brand gesetzt wurden.

Auch Institutionen im Bereich der Bildung knüpfen an die Hetze gegen „Flüchtlinge“ an. So hat die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen vor kurzer Zeit für die Veranstaltung mit dem Thema „Wie verteidigen wir das Abendland“ geladen.

Die kritischen Lehrer_Innen wollen am 16.12.14 den wieder aufkommenden starken Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft thematisieren und stellen sich die Frage: Wie können wir als Bürger_Innen den rassistischen Entwicklungen in der Gesellschaft entgegenwirken? Dabei soll u.a. Bildung als Instrument gegen Rassismus diskutiert werden.

Auch morgen mobilisiert ein Bündnis aus „normalen“ BürgerInnen und offenen Nazis wieder, auch dagegen gibt es natürlich Gegenmobilisationen. Details hier.
Wir freuen uns natürlich über alle, die deshalb etwas später zu unserem Treffen kommen.

Solidarität mit Refugees-Kämpfen – Offenes Treffen 25.11.

Das nächste Offene Treffen der KriLe verschiebt sich gegen die ursprüngliche Planung um eine Woche, also auf Di., 25.11. – wie immer um 19Uhr in der Meuterei, Reichenberger 58.

Solidarität mit den Refugee-Kämpfen – über den Tag hinaus.
Wie können wir als Gruppe und Einzelne die Kämpfe von Refugees jenseits von Solidaritätserklärungen und langfristig unterstützen?

von uns mitunterstütze Erklärung:

Ende Juni 2014 gab es eine 10tägige Belagerung der Geflüchteten in der Gerhart-Hauptmann-Schule. Nach langen Verhandlungen und viel Solidarität aus der Nachbarschaft kam es schließlich zu einer Einigung zwischen Bezirk und Geflüchteten, dass die Geflüchteten in der Schule bleiben können.

Nun, 4 Monate später, hat der Bezirk durch seine Bürgermeisterin Monika Herrmann eine Kündigung zum 31.10.2014 geschickt. Alle Geflüchteten sollen auf die Straße gesetzt werden. So viel sind die Versprechen der Grünen wert. Anstatt Henkel und den Verantwortlichen im Land auf den Pelz zu rücken und Henkels Büro zu besetzen, geben die Kreuzberger Bezirkspolitiker_innen den Druck nach unten weiter.

Sie reden von Recht und Gesetz, brechen aber alle Vereinbarungen, die sie mit den Refugees eingegangen sind, am Oranienplatz mit Kolat oder in der Schule mit Herrmann!

Wir fordern die Bezirkspolitik dazu auf, ihr Wort zu halten und erklären hiermit, dass wir uns einer Räumung der Schule am Tag X entgegen stellen werden.

Bündnis Zwangsräumung Verhindern

4.11.14: Emanzipation in der Schule?

Emanzipation im Unterricht – Was ist kritische politische Bildung und wie kann sie im Unterricht wirksam werden?

Di, 04.11.
19:00 Uhr
Meuterei (Berlin-X-Berg, Reichenberger Str. 58)

Gerne möchten wir euch ein Modell politischer Urteilsbildung vorstellen, das zur Zeit an Schulen unterrichtet wird und es mit euch diskutieren. Wir schlagen vor, uns dabei von der Frage leiten zu lassen, wie eine kritische politische Bildung in den Unterricht gebracht werden kann.

Der Ansatz der kritischen politischen Bildung, den wir dazu vorstellen wollen, richtet sich an alle Fächer. Er bedient sich der Dekonstruktion, also der systematischen Überprüfung der gesellschaftlich-politischen Voraussetzungen, welche kontinuierlich auf jedes Gesellschaftsmitglied wirken. Vertreter_Innen der kritischen Bildung regen an, dass die Schulen die vorhandenen Strukturen in einer kritischen Perspektive zeigen, so, dass Brüche und Schwächen der vorgefundenen Gesellschaft sichtbar und diskutierbar werden. Da die gesellschaftlichen Verhältnisse in alle Schüler_Innen hineinwirken, solle ein Gegenstand nicht rein formal dargestellt werden, sondern es sollen in diesem Gegenstand Strukturen und Mechanismen sozialer Ungleichheit und Herrschaft freigelegt werden. Formen der Scheinobjektivierung wie Neutralisierung oder „Biologiesierung€“ sollen kritisch hinterfragt werden; denn die Pädagogik habe ein Verständnis der Lernenden als werdende mündige Bürger_Innen und müsse ihnen daher auch die Werkzeuge dazu anbieten.

Krile-Treffen 7.10.: Ökonomisierung der Bildung

Die ökonomische Dimension der gegenwärtigen Bildungspolitik zeigt, dass Bildung ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Standortfaktor ist und daher auf die Anforderungen der Ökonomie ausgerichtet wird.
Die Forderung nach mehr Bildung im Bildungsdiskurs wird in der heutigen Zeit an eine ökonomische Denkform gekoppelt, welche die Leistungsfähigkeit der Lernenden fokussiert und die Individuen darauf vorbereitet, sich mit der notwendigen Flexibilität und Anpassungsbereitschaft im Arbeitsleben zu engagieren. So strebt die aktuelle Bildungspolitik an, einen Typus von Lernenden zu konstruieren, die sich als Unternehmer ihrer Arbeitskraft verstehen und wissen, wie sie sich in dieser Leistungsgesellschaft durchzusetzen haben. Dabei steht insbesondere die Schule in der Verpflichtung den unternehmerisch handelnden Menschen auszubilden, der willens und in der Lage ist, in höherem Maße als bisher auch in den Bereichen Erwerbsarbeit und Daseinsfürsorge für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Betroffene der Ökonomisierung der Bildung, sind sowohl Schüler_Innen wie auch Lehrer_Innen. Ökonomisierungstendenzen sind für die Lehrer_Innen u.a. in folgenden Bereichen zu finden: Kompetenzorientierung in der Lehrer_Innenausbildung, Fortbildungsangebote, strukturelle Veränderungen in der Organisation von Schule, Einführung von Qualitätssicherungssystemen wie auch in den Begrifflichkeiten des Schulalltags. Daher ist die Frage zu stellen, inwiefern Lehrer_Innen eine Ökonomisierung der Schule wahrnehmen und inwieweit einer ökonomischen Denkform entgegengewirkt werden kann bzw. entgegengewirkt werden muss.

Treffpunkt:

um 19 Uhr

in der Meuterei,
Reichenberger Str. 58

Links:

http://www.akweb.de/ak_s/ak579/01.htm

http://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/sowi_didaktik/sozialkunde/Texte_und_Literaturtipps/Krautz_J_2009.pdf

Brainwashing „Lehrerpersönlichkeit“ – Offenes Krile-Treffen Di., 23.9.

Thema: Kritik der „Lehrerpersönlichkeit“ – Brainwashing oder ein brauchbarer Name?
um 19Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Classroom Management- die volle Kontrolle?

Klassenführung oder auch Classroom Management gilt heute in der Schule als Schlüsselkompetenz für LehrerInnen. Jede Menge Bücher und Handlungsanweisungen, wie der Ablauf von Unterricht optimiert werden kann, sollen dabei helfen die Schüler und Schülerinnen an das Lernziel zu führen.

Jacob Kounin gilt als Begründer des Classroom Managements, er formulierte in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Verhaltensdimensionen für PädagogInnen, die ihnen helfen sollten Gruppen effektiv zu führen und somit Störungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Classroom Management und der klassischen Disziplinierung in der Schule? Welche Ideen von Lernen und Schule strecken in dem Classroom Management? Drücken sich die Machtstrukturen der Schule und der Gesellschaft darin aus oder könnte es auch ein Instrument für einen von SchülerInneninteressen geleiteten Unterricht sein?

Diesen Fragen möchten wir mit euch gemeinsam nachgehen.

Offenes KriLe-Treffen am 18.6. ab 19.00 in der Meuterei Reichenbergerstraße 58

Bourdieu – Die konservative Schule – 4.Juni Offenes Treffen

Empirische Studien haben den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungschancen auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems immer wieder bestätigt. Pierre Bourdieu geht davon aus, dass dieser Zusammenhang nicht mit Unterschieden in den angeborenen Fähigkeiten oder dem Ausmaß an Anstrengung zu erklären ist, sondern anhand der schichtspezifischen Vererbung von sogenanntem kulturellen Kapital (Einstellungen und Fähigkeiten) von Eltern auf ihre Kinder. Er stellt dadurch in Frage, dass das Bildungssystem soziale Mobilität ermöglicht und hält Chancengleichheit vielmehr für einen Mythos. Denn Schule, die die unterschiedliche kulturelle Ausstattung im Habitus der Schüler weder berücksichtigt noch ausgleicht, benachteiligt damit Kinder nicht-akademischer Milieus und reproduziert so soziale Ungleichheit. Aber ist eine Praxis, die im Sinne Bourdieus zu Bildungsgerechtigkeit beiträgt, möglich?

Treffpunkt:
um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58

Digitales Panoptikum und die Schule als Dealer

Of­fe­nes Tref­fen am Mitt­woch, 7.5. um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Schulen treten zunehmend als Dealer auf, die vertickten Waren heißen Computer und Internet. Wir sind natürlich nicht gegen Drogen, aber mensch muss einen selbstbestimmten Umgang mit ihnen lernen und Dealer Verantwortung für ihre Ware übernehmen.
Es wird jedoch meist alles, was irgendwie nach Computerpad, digitaler Tafel, etc. aussieht oder wo ein Apfel draufklebt, unkritisch von Eltern, Schulen und zunehmend schon Kitas gehypet, ohne überhaupt je nach irgendeinem Nutzen zu fragen. Vom Schaden ganz zu schweigen.
Wie soll eine solche Schule einen reflektierten Umgang mit den sogenannten „sozialen“ Netzen u.ä. fördern? Die Bewertung dieser bleibt dabei bei der Erkenntnis stehen, dass dort schreckliche Dinge passieren
können, die zum Glück sehr selten sind, doch über die ständige tägliche Selbstvermarktungs- und Anpassungspraxis wird nicht nachgedacht.
Ist die digitale Schere im Kopf schon komplett installiert? Nur wer nicht lebt, kann behaupten „ich habe doch nichts zu verbergen“, das rechtfertigt aber immer noch nicht, andere unfreiwillig mit ins Panoptikum zu zwingen.

Über diese Fragen wollen wir uns nach kurzem Input untereinander austauschen und diskutieren.
Wenn gewünscht und die Diskussion nicht zu spät endet, kann anschließend eine Einführung in Verschlüsselung als Praktischen
Daten-Selbstschutz
stattfinden.

„Bildungsferne“ Nachbarschaft? Stadtentwicklung und Schule – 26.2.

Offenes Treffen am Mittwoch, 26.2. um 19 Uhr
in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

„Ich liebe diesen Kiez, da er so bunt ist, aber meine Kinder würde ich hier nicht zur Schule schicken…“
Wir wollen uns diesmal über solche Aussagen austauschen, über ihre Ursprünge und Auswirkungen, implizite Rassismen und Klassismen und unsere eigenen Handlungsmöglichkeiten.
Was motiviert Eltern zu Versuchen, Schulen in Kreuzberg und Neukölln für „Bildungsbewusste“ attraktiver zu machen? Wie funktioniert das Zusammenspiel von Stadt- und Schulentwicklung? Steigt mit den Mieten auch das Bildungsniveau an den Schulen? Sind „Ghettos“ für die „Bildungsfernen“ vorgesehen, aufgewertete Stadtteile für die „Bildungsbewussten“? Wie wirken sich diese Zuschreibungen auf das schulische Miteinander aus? Wie kann schließlich jenseits der Sorge um das eigene Bildungskapital auf politischer, institutioneller, pädagogischer und didaktischer Ebene interveniert werden?

Leseempfehlung:
Juliane Karakayali, Birgit zur Nieden: Rassismus und Klassen-Raum.
Segregation nach Herkunft an Berliner Grundschulen

Bei den Offenen Treffen sind immer alle herzlich willkommen.

Am 26. März machen wir dann eine gemeinsame Veranstaltung mit einem Gast im Buchladen Schwarze Risse: Der Ein­fluss der Kir­chen auf die Schu­le – mit Cars­ten Frerk (Violettbuch Kirchenfinanzen u.a.) – schonmal vormerken und weitererzählen

Schule und Bundeswehr – 12.2. Offenes Treffen gegen d. Militarisierung d. Schule

Massiv drängt die Bundeswehr mit Werbung fürs Tötungshandwerk in die Schulen. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für LehrerInnen, mit dieser Propaganda umzugehen? Wir haben zwei Personen von einem der Bündnisse gegen Bundeswehr Aktivitäten in Schulen – Schule ohne Militär zu Gast, die von Erfahrungen und ihrer Arbeit berichten.

Hinweis: In der aktuellen Jungle World ist auch ein Artikel zu dem Thema:
http://jungle-world.com/artikel/2014/04/49192.html
Und zu Zivilklauseln an Unis z.B. die CONTRASTE 1/14

Im Anschluss wird es für Interessierte noch eine praktische Einführung in E-Mailverschlüsselung geben, wenn wir noch nicht bis spät in die Nacht debattiert haben. Wer Interesse hat, am besten Laptop mitbringen.

Mitt­woch, 12.2.14, um 19 Uhr
in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

„Ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“) – Offenes Treffen 22.1.14

Im neuen Jahr geht’s weiter mit dem Thema
„ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“)

Einladung zum offenen Treffen der Kritischen Lehrer_Innen zum Thema Expansives statt defensives Lernen. Klaus Holzkamp, Begründer der Kritischen Psychologie, hat das Konzept des expansiven Lernens entwickelt: Schüler lernen dann auf sinnvolle Weise, wenn sie eigene Gründe (die ihren Lebens- und Lerninteressen entsprechen) dafür haben. Demgegenüber stellt er den Begriff des defensiven Lernens, das nicht der Überwindung von Hindernissen beim Erreichen von Lebens- und Lerninteressen dient, sondern lediglich der Vermeidung von Sanktionen wie z.B. Noten und Abwehr von Bedrohung. Bedingungen in der Schule behindern dementsprechend häufig eher Lernen, als es zu ermöglichen. Ist expansives Lernen im Rahmen von Schulunterricht trotzdem möglich?

Mitt­woch, 22.1.14, um 19 Uhr in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

noch ein paar Lesetipps:
Die beiden Konzepte stammen von Klaus Holzkamp, der die Kritische Psychologie (marxistische Subjektiwssenschaft) an der FU begründet hat.
Hier ein Interview, in dem er über sein spezifisches Verständnis von Lernen spricht:
http://www.ph-heidelberg.de/org/suschu/ex.auszug.holzkamp.pdf
Ein Text, der sich mit dem subjektwissenschaftliuchen Lernkonzept kritisch auseinandersetzt:
http://www.cedefop.europa.eu/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/423/36_de_grotlueschen.pdf
Und eine Hausarbeit mit dem Titel “ Die (Un-) möglichkeit subjektwissenschaftlichen Lernens im Schulalltag“
http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/~gerstner/Wilhelm.pdf

Ge­flüch­te­te & Schu­le – Offenes Treffen am Mitt­woch, 11.​12.

Ge­flüch­te­te & Schu­le
Die kritischen Lehrer_innen laden zum Gespräch
Wir wollen uns diesmal mit der Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher befassen. Diese haben zwar ein Recht auf Bildung, also auch auf den Schulbesuch, welches aber aktuell in Berlin aufgrund diskriminierender bürokratischer Hürden nur dürftig durchgesetzt wird. Und selbst wenn es durchgesetzt wird, stellt sich die Frage, ob das hiesige Schulsystem angemessen auf geflüchtete Kinder und Jugendliche eingestellt ist. Demnach wollen wir darüber nachdenken, wie sie bei diesem Zugangsproblem und innerhalb der Schule unterstützt werden können. Auch Möglichkeiten, wie das schulische Umfeld informiert, sensibilisiert und politisiert werden kann, sollen diskutiert werden. All diese Überlegungen zu Support, Empowerment, Sensibilisierung und Politisierung sollen dabei jedoch daraufhin abgeklopft werden, wie angesichts einer weißen Dominanz v.a. der Lehrer_innenschaft und der administrativen Ebene Othering, Paternalismus, Viktimisierung und positiver Rassismus vermieden werden können: Was, wenn sie aus guten Gründen gar nicht in die Schule wollen? Wie kann ein paternalistischer und exklusiver Diskurs über „diese Flüchtlingskinder“ in Lehrer_innenzimmern und auf Schulkonferenzen vermieden werden? Wie kann erreicht werden, dass zwar die individuellen Geschichten der Schüler_innen sensibel berücksichtigt werden, Empathie und Solidarität gefördert werden, sie aber nicht permanent auf diese Rolle der „Anderen“ und der „Opfer“ reduziert werden?

Mittwoch, 11.12.13, um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger 58, Kreuzberg)

Sekundärtugenden in der Schule – Offenes Treffen am 27.11

Sekundärtugenden in der Schule
Im Zeitalter der Krise sollen die deutschen Schülerinnen und Schüler mehr lernen, als nur Mathe, Naturwissenschaften und Sprachen. Soziale und emotionale Fähigkeiten rücken in den Fokus. Geht es dabei aber um die persönliche Entwicklung des Individuums oder darum, mit soft skills „fit für die Zukunft“ zu machen ?

Mittwoch, 27.11.13, um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger 58, Kreuzberg)

Die Offenen Treffen sind keine „interne“ oder „BescheidwisserInnen“-Veranstaltungen, sondern es sind immer alle In­ter­es­sier­ten herz­lich will­kom­men.
Sie finden jetzt wieder in der Regel mittwochs statt
, es gibt aber dieses Jahr noch eine Ausnahme:

Die nächsten Themen sind:
Mitt­woch, 11.​12.: Ge­flüch­te­te & Schu­le