Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Inklusion – Offenes Treffen am 19.1.16

Im neuen Jahr gehts weiter am Dienstag, 19.1.,diesmal wieder um 19:30 in der Meuterei:

Inklusion ist seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention Dauerstreitthema in der Bildungslandschaft. Worum es geht, kann ich Euch ein bisschen erzählen und dann möchte ich gern mit Euch darüber diskutieren, warum sie eigentlich so viele LehrerInnen, besonders an den Regelschulen, so scheiße finden, wie man dafür sorgen kann, dass sie gelingt und für alle Sinn macht oder ob man sie schnellstmöglich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen sollte.

18.11.: Das Referendariat – ein System der Demütigung


Über Das Referendariat – ein System der Demütigung und wie mensch sich dagegen wehren kann wollen wir bei unserem nächsten Offenen Abend, am Mittwoch, 18.11., im Café der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, mit Euch sprechen. Zeit: 19:30Uhr
Vielleicht gründet sich auch eine neue Bezugsgruppe?
Hier geht’s zu unserem Dossier zum Referendariat.

„Marsch für das Leben?“ – What the fuck!

Wir sagen mit vielen „what the fuck!“ zu christlichen Fundis, Abtreibungsgegnern, Antifeministen und anderen Reaktionären. Beteiligt Euch an den Aktionen am Samstag | 19. September | 11.00 Uhr | S-Bhf. Anhalter Bahnhof.

Demnächst machen wir auch mal nen Offenen Abend zu sexfeindlichen Reaktionären.

Ideologiefabriken – Offenes Treffen am 16.6.

Die Kritischen Lehrer_innen laden herzlich ein zum nun zweiten offenen Projekt-Treffen rund ums Thema „Ökonomisierung von Bildung“.

Nachdem wir beim letzten Mal über die widersprüchliche Rolle von Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen diskutiert haben, wenden wir uns dieses Mal einigen wichtigen Akteuren aus der Wirtschaft zu. Welche „Ideologiefabriken“ gibt es und wie üben sie Einfluss auf den Bildungssektor aus? Wir werden anhand der Bertelsmann-Stiftung exemplarisch vorstellen, wie nach den Grundsätzen des neoliberalen New Public Management seit 1995 eine Ökonomisierungsoffensive im Bildungsbereich vorangetrieben wird.

Qualitätsmanagement? Standortwettbewerb? Humankapital?
OECD, PISA u. Co.?

Erneut wollen wir uns die Frage stellen, wie Bildung im Kapitalismus organisiert ist und funktioniert. Wir freuen uns auf weitere Interessierte, Besucher_innen, Mitstreiter_innen! Wer Lust hat, kommt wie immer einfach vorbei!

Dienstag, 16.6.15, 19:30 in der Meuterei

Linktipps:
Bildungsreform und Propaganda – von Jochen Krautz
Bildung als Anpassung? Das Kompetenz-Konzept im Kontext einer Ökonomisierten Bildung – noch ein kürzerer Text vom selben Autor
BertelsmannKritik

Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen – Offenes Projekttreffen Di, 2.6.

An alle Lehrer_innen, Student_innen, Referendar_innen, Interessierte oder anderweitig Verquickte im Bildungsbereich!

Die Kritischen Lehrer_innen laden herzlich ein zum ersten offenen Treffen des Projekts „Ökonomisierung von Bildung“. Thema: „Lehrer_innen als Ideologieproduzent_innen“.

Ausgehend von einer theoretischen Auseinandersetzung (u.a. nach Althusser, „Die ideologischen Staatsapparate“ – Abschnitt suchen) mit Schule als ideologischem Staatsapparat wollen wir uns mit den konkreten Widersprüchen im Lehrer_innen-Alltag beschäftigen und aufdecken, wie Schule herrschende Ideologien legitimiert und re_produziert.
In den Mainstream-Bildungstheorien ist die Rede von „Erziehung zur Mündigkeit, Autonomie & Freiheit“, während Schule einen systematischen Beitrag leistet, funktionale Subjekte auf dem Arbeitsmarkt zu platzieren und unter Vermittlung eingeschränkter Wissensstrukturen für deren Orientierung in der bestehenden Ordnung zu sorgen. Von classroom-management über Bildungssponsoring: Schule ist kein neutraler Raum, sondern durchdrungen von neoliberalistischer Verwertungslogik.
Unterrichtsmaterialien aus der Wirtschaft?
Selbstoptimierung im Referendariat?
Standardisierung von Tests?
Welche Ideologien produzieren Lehrer_innen?
Diese und andere Fragen stehen im Fokus unseres Projekts. Wir freuen uns auf weitere Interessierte, Besucher_innen, sich Beteiligende. Wer Lust hat, kommt einfach vorbei!

Dienstag, 2.6.15, wie immer 19:30 in der Meuterei

voraussichtliche weitere Projekttreffen:
- 16.6. Ideologiefabriken (Centrum für Hochschulentwicklung, Initiative Neue Soziale Martwirtschaft, Institut für Schulqualität, etc.)
- 30.6. Theorie (Neoliberalismus und Co., manche nennens auch einfach „Kapitalismus“)
- 14.7. Offenes Treffen – KriLe-Sommerfest
- 28.7. Ferientreffen: Wie weiter?

Bei all diesen Termin gibt es natürlich auch immer Zeit und Raum für aktuelle Themn und Wünsche.

Einladung zur Gründung neuer Bezugsgruppen

Referendar_innen, Studierende, Lehrer_innen, am Lehrer_innenberuf
Interessierte

Bezugsgruppen werden gebildet, um zusammen mehr zu erreichen als ziellos, vereinzelt und überfordert unterwegs zu sein.
Wir möchten euch einladen, mit uns eine „weitere“ oder eben „neue“ Berliner Bezugsgruppe zu bilden. Dabei wollen wir uns als pädagogisch Handelnde und Verantwortliche vor allem gegenseitig unterstützen und alternative und solidarische Umgänge ausloten. Den Studierenden unter uns könnte der Erfahrungsaustausch in der Bezugsgruppe dazu dienen, sich ein differenziertes Bild über ihre möglicherweise zukünftige Arbeitssituation zu machen und zugleich die Diskussion um Perspektiven von außen auf das Schul-Sandwich zu bereichern. Basis unserer (Selbst-)Verständigung ist eine herrschafts-(und selbst-)kritische Haltung.

Programm:
Kennenlernen/ kurze Vorstellung des Bezugsgruppenuniversums/ ein Gast aus einer existierenden Bezugsgruppen teilt seine Erfahrungen mit/ Fragen, Erwartungen klären, Bedürfnisse ausloten (Was ist mir wichtig?) / Verabredungen treffen (Wer mit wem? Wann? Wo? Wie bekommen wir Unterstützung?)

So, 22. Februar 2015
15:00 bis 17.30 Uhr

Blauer Salon im Mehringhof (über dem Mehringhoftheater)
Gneisenaustr. 2a, 2. Hof U Mehringdamm (U6/U7)

Der Kritikbegriff im Kontext der Bildung – Offenes Treffen am 17.2.

Das nächste Offene Treffen der KriLe wird sich mit dem Begriff der Kritik beschäftigen. Als Ausgangsimpuls soll an die kritische Bildung angeknüpft werden, welche die Kritik als eine Beanstandung der Gesellschaft im Hinblick auf ihre Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen beleuchtet. Laut diesem Ansatz ist es erforderlich, dass eine systematische Überprüfung der gesellschaftlich-politischen Voraussetzungen, mit welchen jedes Subjekt der Gesellschaft konfrontiert wird, in den Fokus rückt. So müssen Strukturen und Mechanismen sozialer Ungleichheit und Herrschaft stets hinterfragt und kritisch dargestellt werden.

Nach einer kurzen Darstellung des Kritikbegriffs aus der Perspektive der kritischen Bildung soll die Integration des Kritikbegriffs in die Praxis diskutiert werden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt: „Was macht den Kritikbegriff für uns als KriLe aus und inwiefern sollte dieser herrschaftskritisch hergeleitet werden?“

Dienstag, 17.2., 19:30
in der Meuterei

Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft

Offenes Treffen der Kritischen Lehrer_innen: Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft
Dienstag, 16.12., 20 Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

In der gesamten Bundesrepublik Deutschland finden seit geraumer Zeit rechtspopulistische Demonstrationen statt, die rechtes Gedankengut wieder salonfähig machen.
Bürger_Innen, welche sich nicht als rechts verstehen, demonstrieren und hetzen mit bekennenden Nazis gegen „Flüchtlinge“ und die „Islamisierung der Gesellschaft“.
Demonstrationen wie von Pegida oder die Mobilisierungen gegen Flüchtlingsunterkünfte in Marzahn, Buch oder Köpenick zeigen, auf welchen verschiedenen inhaltlichen Ebenen der Rechtspopulismus in die Mitte der Gesellschaft wirkt. Erste „aktive“ Aktionen gegen „Flüchtlinge“ zeigten sich am 11.12.14 in Nürnberg, wo drei als „Flüchtlingsunterkünfte“ vorgesehene Häuser in Brand gesetzt wurden.

Auch Institutionen im Bereich der Bildung knüpfen an die Hetze gegen „Flüchtlinge“ an. So hat die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen vor kurzer Zeit für die Veranstaltung mit dem Thema „Wie verteidigen wir das Abendland“ geladen.

Die kritischen Lehrer_Innen wollen am 16.12.14 den wieder aufkommenden starken Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft thematisieren und stellen sich die Frage: Wie können wir als Bürger_Innen den rassistischen Entwicklungen in der Gesellschaft entgegenwirken? Dabei soll u.a. Bildung als Instrument gegen Rassismus diskutiert werden.

Auch morgen mobilisiert ein Bündnis aus „normalen“ BürgerInnen und offenen Nazis wieder, auch dagegen gibt es natürlich Gegenmobilisationen. Details hier.
Wir freuen uns natürlich über alle, die deshalb etwas später zu unserem Treffen kommen.

Brainwashing „Lehrerpersönlichkeit“ – Offenes Krile-Treffen Di., 23.9.

Thema: Kritik der „Lehrerpersönlichkeit“ – Brainwashing oder ein brauchbarer Name?
um 19Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Classroom Management- die volle Kontrolle?

Klassenführung oder auch Classroom Management gilt heute in der Schule als Schlüsselkompetenz für LehrerInnen. Jede Menge Bücher und Handlungsanweisungen, wie der Ablauf von Unterricht optimiert werden kann, sollen dabei helfen die Schüler und Schülerinnen an das Lernziel zu führen.

Jacob Kounin gilt als Begründer des Classroom Managements, er formulierte in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Verhaltensdimensionen für PädagogInnen, die ihnen helfen sollten Gruppen effektiv zu führen und somit Störungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Classroom Management und der klassischen Disziplinierung in der Schule? Welche Ideen von Lernen und Schule strecken in dem Classroom Management? Drücken sich die Machtstrukturen der Schule und der Gesellschaft darin aus oder könnte es auch ein Instrument für einen von SchülerInneninteressen geleiteten Unterricht sein?

Diesen Fragen möchten wir mit euch gemeinsam nachgehen.

Offenes KriLe-Treffen am 18.6. ab 19.00 in der Meuterei Reichenbergerstraße 58

Digitales Panoptikum und die Schule als Dealer

Of­fe­nes Tref­fen am Mitt­woch, 7.5. um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Schulen treten zunehmend als Dealer auf, die vertickten Waren heißen Computer und Internet. Wir sind natürlich nicht gegen Drogen, aber mensch muss einen selbstbestimmten Umgang mit ihnen lernen und Dealer Verantwortung für ihre Ware übernehmen.
Es wird jedoch meist alles, was irgendwie nach Computerpad, digitaler Tafel, etc. aussieht oder wo ein Apfel draufklebt, unkritisch von Eltern, Schulen und zunehmend schon Kitas gehypet, ohne überhaupt je nach irgendeinem Nutzen zu fragen. Vom Schaden ganz zu schweigen.
Wie soll eine solche Schule einen reflektierten Umgang mit den sogenannten „sozialen“ Netzen u.ä. fördern? Die Bewertung dieser bleibt dabei bei der Erkenntnis stehen, dass dort schreckliche Dinge passieren
können, die zum Glück sehr selten sind, doch über die ständige tägliche Selbstvermarktungs- und Anpassungspraxis wird nicht nachgedacht.
Ist die digitale Schere im Kopf schon komplett installiert? Nur wer nicht lebt, kann behaupten „ich habe doch nichts zu verbergen“, das rechtfertigt aber immer noch nicht, andere unfreiwillig mit ins Panoptikum zu zwingen.

Über diese Fragen wollen wir uns nach kurzem Input untereinander austauschen und diskutieren.
Wenn gewünscht und die Diskussion nicht zu spät endet, kann anschließend eine Einführung in Verschlüsselung als Praktischen
Daten-Selbstschutz
stattfinden.

Das Kreuz mit der Schule, Vom Einfluss der Kirchen in der Bildungspolitik – Diskussionsveranstaltung 26.3.

Am 26. März haben wir eine Diskussionsveranstaltung mit dem Autor Carsten Frerk im Buchladen Schwarze Risse organisiert:

Die „Trennung von Kirche und Staat“ ist ein wichtiger Grundsatz, mit dem sich die sogenannten Westlichen Demokratien gerne gegenüber anderen Gesellschaftsordnungen als überlegen darstellen. „Das Gottesgnadentum ist abgeschafft – Es lebe die Volkssouveränität“ – oder ähnlich.

In Deutschland ist aber schon immer alles etwas anders. Die Kirchen, nicht die Monarchen, hatten im 19. Jahrhundert die Hoheit über die meisten Schulen. Und mit diesen und anderen vordemokratischen Zuständen begründen sie gerne ihre Ansprüche, auch künftig in der Bildungspolitik von der KiTa bis zur Universität ein gewichtiges Wort mitzureden – und dafür auch reichlich vom Staat finanziert zu werden.

Am Beispiel der Berliner Schulstiftung, von Kitas und Religionsunterricht wird unser Referent Carsten Frerk mit einem Input die Berliner Situation skizzieren und die Diskussion eröffnen.

Zum Referenten:
Carsten Frerk wurde durch kirchen- und religionskritische Werke bekannt. Daneben ist er Autor historischer Romane. Im Mittelpunkt seines Werks stehen Buchveröffentlichungen über die finanziellen Verflechtungen von Staat und den beiden Amtskirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Unter anderem deshalb gilt er als Kirchen- und Religionskritiker. Carsten Frerk hat zum Beispiel das „Violettbuch Kirchenfinanzen“
zusammengestellt. Hier der Klappentext:

„Obwohl die beiden großen christlichen Kirchen heute weniger als zwei Drittel der Bevölkerung organisieren, werden viele ihrer Belange durch die öffentliche Hand finanziert. Und das betrifft keineswegs nur Krankenhäuser oder Sozialstationen, die von der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden können. Ob Bischofsgehälter, die Ausbildung kirchlichen Personals oder Missionswerke – konfessionslose und andersgläubige Bürgerinnen und Bürger zahlen kräftig mit.
Carsten Frerk gibt einen systematischen Überblick, zu welchen Gelegenheiten der Staat von den Kirchen zur Kasse gebeten wird. Er problematisiert versteckte Subventionen wie die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer, erläutert die rechtliche und historische Fragwürdigkeit der sogenannten Staatsleistungen und stellt die Frage, warum die Allgemeinheit soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bezuschusst, obwohl dort die Arbeitnehmerrechte weitgehend außer Kraft gesetzt sind.

Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten: Die Zuwendungen der öffentlichen Hand an die Kirchen übersteigen deren Einnahmen aus der Kirchensteuer bei weitem. Und da die Kirchen steuerbefreit sind, tragen sie nichts zur Finanzierung der gesellschaftlichen Infrastruktur bei, von der sie profitieren.“

Mittwoch, 26.März 2014- 19:30 – Buchladen Schwarze Risse (im Mehringhof)