4.11.14: Emanzipation in der Schule?

Emanzipation im Unterricht – Was ist kritische politische Bildung und wie kann sie im Unterricht wirksam werden?

Di, 04.11.
19:00 Uhr
Meuterei (Berlin-X-Berg, Reichenberger Str. 58)

Gerne möchten wir euch ein Modell politischer Urteilsbildung vorstellen, das zur Zeit an Schulen unterrichtet wird und es mit euch diskutieren. Wir schlagen vor, uns dabei von der Frage leiten zu lassen, wie eine kritische politische Bildung in den Unterricht gebracht werden kann.

Der Ansatz der kritischen politischen Bildung, den wir dazu vorstellen wollen, richtet sich an alle Fächer. Er bedient sich der Dekonstruktion, also der systematischen Überprüfung der gesellschaftlich-politischen Voraussetzungen, welche kontinuierlich auf jedes Gesellschaftsmitglied wirken. Vertreter_Innen der kritischen Bildung regen an, dass die Schulen die vorhandenen Strukturen in einer kritischen Perspektive zeigen, so, dass Brüche und Schwächen der vorgefundenen Gesellschaft sichtbar und diskutierbar werden. Da die gesellschaftlichen Verhältnisse in alle Schüler_Innen hineinwirken, solle ein Gegenstand nicht rein formal dargestellt werden, sondern es sollen in diesem Gegenstand Strukturen und Mechanismen sozialer Ungleichheit und Herrschaft freigelegt werden. Formen der Scheinobjektivierung wie Neutralisierung oder „Biologiesierung€“ sollen kritisch hinterfragt werden; denn die Pädagogik habe ein Verständnis der Lernenden als werdende mündige Bürger_Innen und müsse ihnen daher auch die Werkzeuge dazu anbieten.

Krile-Treffen 7.10.: Ökonomisierung der Bildung

Die ökonomische Dimension der gegenwärtigen Bildungspolitik zeigt, dass Bildung ein gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Standortfaktor ist und daher auf die Anforderungen der Ökonomie ausgerichtet wird.
Die Forderung nach mehr Bildung im Bildungsdiskurs wird in der heutigen Zeit an eine ökonomische Denkform gekoppelt, welche die Leistungsfähigkeit der Lernenden fokussiert und die Individuen darauf vorbereitet, sich mit der notwendigen Flexibilität und Anpassungsbereitschaft im Arbeitsleben zu engagieren. So strebt die aktuelle Bildungspolitik an, einen Typus von Lernenden zu konstruieren, die sich als Unternehmer ihrer Arbeitskraft verstehen und wissen, wie sie sich in dieser Leistungsgesellschaft durchzusetzen haben. Dabei steht insbesondere die Schule in der Verpflichtung den unternehmerisch handelnden Menschen auszubilden, der willens und in der Lage ist, in höherem Maße als bisher auch in den Bereichen Erwerbsarbeit und Daseinsfürsorge für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Betroffene der Ökonomisierung der Bildung, sind sowohl Schüler_Innen wie auch Lehrer_Innen. Ökonomisierungstendenzen sind für die Lehrer_Innen u.a. in folgenden Bereichen zu finden: Kompetenzorientierung in der Lehrer_Innenausbildung, Fortbildungsangebote, strukturelle Veränderungen in der Organisation von Schule, Einführung von Qualitätssicherungssystemen wie auch in den Begrifflichkeiten des Schulalltags. Daher ist die Frage zu stellen, inwiefern Lehrer_Innen eine Ökonomisierung der Schule wahrnehmen und inwieweit einer ökonomischen Denkform entgegengewirkt werden kann bzw. entgegengewirkt werden muss.

Treffpunkt:

um 19 Uhr

in der Meuterei,
Reichenberger Str. 58

Links:

http://www.akweb.de/ak_s/ak579/01.htm

http://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/sowi_didaktik/sozialkunde/Texte_und_Literaturtipps/Krautz_J_2009.pdf

Brainwashing „Lehrerpersönlichkeit“ – Offenes Krile-Treffen Di., 23.9.

Thema: Kritik der „Lehrerpersönlichkeit“ – Brainwashing oder ein brauchbarer Name?
um 19Uhr in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Neuauflage von „Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch“ erschienen

Tatsächlich haben wir nun die lange von vielen eingeforderte zweite Auflage unseres „Kritische Lehrer_innen – Kein Handbuch“ (2014, erste Aufl. 2010) fertiggestellt, gedruckt und versandt!
Die Inhalte entsprechen zum größten Teil der ersten Auflage; aktualisiert wurden vor allem Links und Kontakte sowie aktuelle Entwicklungen bei den diversen Projekten. Und der Rotstift hat mit den Tippfehlerchen aufgeräumt…

Classroom Management- die volle Kontrolle?

Klassenführung oder auch Classroom Management gilt heute in der Schule als Schlüsselkompetenz für LehrerInnen. Jede Menge Bücher und Handlungsanweisungen, wie der Ablauf von Unterricht optimiert werden kann, sollen dabei helfen die Schüler und Schülerinnen an das Lernziel zu führen.

Jacob Kounin gilt als Begründer des Classroom Managements, er formulierte in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Verhaltensdimensionen für PädagogInnen, die ihnen helfen sollten Gruppen effektiv zu führen und somit Störungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Classroom Management und der klassischen Disziplinierung in der Schule? Welche Ideen von Lernen und Schule strecken in dem Classroom Management? Drücken sich die Machtstrukturen der Schule und der Gesellschaft darin aus oder könnte es auch ein Instrument für einen von SchülerInneninteressen geleiteten Unterricht sein?

Diesen Fragen möchten wir mit euch gemeinsam nachgehen.

Offenes KriLe-Treffen am 18.6. ab 19.00 in der Meuterei Reichenbergerstraße 58

Bourdieu – Die konservative Schule – 4.Juni Offenes Treffen

Empirische Studien haben den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungschancen auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems immer wieder bestätigt. Pierre Bourdieu geht davon aus, dass dieser Zusammenhang nicht mit Unterschieden in den angeborenen Fähigkeiten oder dem Ausmaß an Anstrengung zu erklären ist, sondern anhand der schichtspezifischen Vererbung von sogenanntem kulturellen Kapital (Einstellungen und Fähigkeiten) von Eltern auf ihre Kinder. Er stellt dadurch in Frage, dass das Bildungssystem soziale Mobilität ermöglicht und hält Chancengleichheit vielmehr für einen Mythos. Denn Schule, die die unterschiedliche kulturelle Ausstattung im Habitus der Schüler weder berücksichtigt noch ausgleicht, benachteiligt damit Kinder nicht-akademischer Milieus und reproduziert so soziale Ungleichheit. Aber ist eine Praxis, die im Sinne Bourdieus zu Bildungsgerechtigkeit beiträgt, möglich?

Treffpunkt:
um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58

Digitales Panoptikum und die Schule als Dealer

Of­fe­nes Tref­fen am Mitt­woch, 7.5. um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)

Schulen treten zunehmend als Dealer auf, die vertickten Waren heißen Computer und Internet. Wir sind natürlich nicht gegen Drogen, aber mensch muss einen selbstbestimmten Umgang mit ihnen lernen und Dealer Verantwortung für ihre Ware übernehmen.
Es wird jedoch meist alles, was irgendwie nach Computerpad, digitaler Tafel, etc. aussieht oder wo ein Apfel draufklebt, unkritisch von Eltern, Schulen und zunehmend schon Kitas gehypet, ohne überhaupt je nach irgendeinem Nutzen zu fragen. Vom Schaden ganz zu schweigen.
Wie soll eine solche Schule einen reflektierten Umgang mit den sogenannten „sozialen“ Netzen u.ä. fördern? Die Bewertung dieser bleibt dabei bei der Erkenntnis stehen, dass dort schreckliche Dinge passieren
können, die zum Glück sehr selten sind, doch über die ständige tägliche Selbstvermarktungs- und Anpassungspraxis wird nicht nachgedacht.
Ist die digitale Schere im Kopf schon komplett installiert? Nur wer nicht lebt, kann behaupten „ich habe doch nichts zu verbergen“, das rechtfertigt aber immer noch nicht, andere unfreiwillig mit ins Panoptikum zu zwingen.

Über diese Fragen wollen wir uns nach kurzem Input untereinander austauschen und diskutieren.
Wenn gewünscht und die Diskussion nicht zu spät endet, kann anschließend eine Einführung in Verschlüsselung als Praktischen
Daten-Selbstschutz
stattfinden.

Public Key der krile

Wir haben natürlich auch einen gpg/pgp-Key, damit Ihr uns verschlüsselt mailen könnt, die ID ist 0F3B1B61, falls Du ihn von einem Keyserver hast und sichergehen willst. Sonst gibts ihn natürlich auch hier direkt.

Wenn Du mit Spaß lernen möchtest, Deine Privatsphäre zu schützen, empfehlen wir Dir eine cryptoparty.in/berlin

Das Kreuz mit der Schule, Vom Einfluss der Kirchen in der Bildungspolitik – Diskussionsveranstaltung 26.3.

Am 26. März haben wir eine Diskussionsveranstaltung mit dem Autor Carsten Frerk im Buchladen Schwarze Risse organisiert:

Die „Trennung von Kirche und Staat“ ist ein wichtiger Grundsatz, mit dem sich die sogenannten Westlichen Demokratien gerne gegenüber anderen Gesellschaftsordnungen als überlegen darstellen. „Das Gottesgnadentum ist abgeschafft – Es lebe die Volkssouveränität“ – oder ähnlich.

In Deutschland ist aber schon immer alles etwas anders. Die Kirchen, nicht die Monarchen, hatten im 19. Jahrhundert die Hoheit über die meisten Schulen. Und mit diesen und anderen vordemokratischen Zuständen begründen sie gerne ihre Ansprüche, auch künftig in der Bildungspolitik von der KiTa bis zur Universität ein gewichtiges Wort mitzureden – und dafür auch reichlich vom Staat finanziert zu werden.

Am Beispiel der Berliner Schulstiftung, von Kitas und Religionsunterricht wird unser Referent Carsten Frerk mit einem Input die Berliner Situation skizzieren und die Diskussion eröffnen.

Zum Referenten:
Carsten Frerk wurde durch kirchen- und religionskritische Werke bekannt. Daneben ist er Autor historischer Romane. Im Mittelpunkt seines Werks stehen Buchveröffentlichungen über die finanziellen Verflechtungen von Staat und den beiden Amtskirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Unter anderem deshalb gilt er als Kirchen- und Religionskritiker. Carsten Frerk hat zum Beispiel das „Violettbuch Kirchenfinanzen“
zusammengestellt. Hier der Klappentext:

„Obwohl die beiden großen christlichen Kirchen heute weniger als zwei Drittel der Bevölkerung organisieren, werden viele ihrer Belange durch die öffentliche Hand finanziert. Und das betrifft keineswegs nur Krankenhäuser oder Sozialstationen, die von der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden können. Ob Bischofsgehälter, die Ausbildung kirchlichen Personals oder Missionswerke – konfessionslose und andersgläubige Bürgerinnen und Bürger zahlen kräftig mit.
Carsten Frerk gibt einen systematischen Überblick, zu welchen Gelegenheiten der Staat von den Kirchen zur Kasse gebeten wird. Er problematisiert versteckte Subventionen wie die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer, erläutert die rechtliche und historische Fragwürdigkeit der sogenannten Staatsleistungen und stellt die Frage, warum die Allgemeinheit soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bezuschusst, obwohl dort die Arbeitnehmerrechte weitgehend außer Kraft gesetzt sind.

Dabei geht es nicht um Kleinigkeiten: Die Zuwendungen der öffentlichen Hand an die Kirchen übersteigen deren Einnahmen aus der Kirchensteuer bei weitem. Und da die Kirchen steuerbefreit sind, tragen sie nichts zur Finanzierung der gesellschaftlichen Infrastruktur bei, von der sie profitieren.“

Mittwoch, 26.März 2014- 19:30 – Buchladen Schwarze Risse (im Mehringhof)

„Bildungsferne“ Nachbarschaft? Stadtentwicklung und Schule – 26.2.

Offenes Treffen am Mittwoch, 26.2. um 19 Uhr
in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

„Ich liebe diesen Kiez, da er so bunt ist, aber meine Kinder würde ich hier nicht zur Schule schicken…“
Wir wollen uns diesmal über solche Aussagen austauschen, über ihre Ursprünge und Auswirkungen, implizite Rassismen und Klassismen und unsere eigenen Handlungsmöglichkeiten.
Was motiviert Eltern zu Versuchen, Schulen in Kreuzberg und Neukölln für „Bildungsbewusste“ attraktiver zu machen? Wie funktioniert das Zusammenspiel von Stadt- und Schulentwicklung? Steigt mit den Mieten auch das Bildungsniveau an den Schulen? Sind „Ghettos“ für die „Bildungsfernen“ vorgesehen, aufgewertete Stadtteile für die „Bildungsbewussten“? Wie wirken sich diese Zuschreibungen auf das schulische Miteinander aus? Wie kann schließlich jenseits der Sorge um das eigene Bildungskapital auf politischer, institutioneller, pädagogischer und didaktischer Ebene interveniert werden?

Leseempfehlung:
Juliane Karakayali, Birgit zur Nieden: Rassismus und Klassen-Raum.
Segregation nach Herkunft an Berliner Grundschulen

Bei den Offenen Treffen sind immer alle herzlich willkommen.

Am 26. März machen wir dann eine gemeinsame Veranstaltung mit einem Gast im Buchladen Schwarze Risse: Der Ein­fluss der Kir­chen auf die Schu­le – mit Cars­ten Frerk (Violettbuch Kirchenfinanzen u.a.) – schonmal vormerken und weitererzählen

Schule und Bundeswehr – 12.2. Offenes Treffen gegen d. Militarisierung d. Schule

Massiv drängt die Bundeswehr mit Werbung fürs Tötungshandwerk in die Schulen. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für LehrerInnen, mit dieser Propaganda umzugehen? Wir haben zwei Personen von einem der Bündnisse gegen Bundeswehr Aktivitäten in Schulen – Schule ohne Militär zu Gast, die von Erfahrungen und ihrer Arbeit berichten.

Hinweis: In der aktuellen Jungle World ist auch ein Artikel zu dem Thema:
http://jungle-world.com/artikel/2014/04/49192.html
Und zu Zivilklauseln an Unis z.B. die CONTRASTE 1/14

Im Anschluss wird es für Interessierte noch eine praktische Einführung in E-Mailverschlüsselung geben, wenn wir noch nicht bis spät in die Nacht debattiert haben. Wer Interesse hat, am besten Laptop mitbringen.

Mitt­woch, 12.2.14, um 19 Uhr
in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

Einladung zum offenen Bezugsgruppen-Findungstreffen Ende Januar / Anfang Februar 2014

Studierende, Referenader_innen, und Junglehrer_innen finden sich zu Bezugsgruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu reflektieren und das Erlebte auch in einen politischen Kontext einzuordnen. Herzliche Einladung an alle interessierten zu einem weiteren Bezugsgruppen-Findungstreffen!

Was und wozu Bezugsgruppen?

Tag: Samsatg, 01. Februar 2014
Zeit: 11-13:30 Uhr
Ort: Mehringhof, blauer Salon
Adresse: Gneisenaustrasse 2a, 10961 Berlin, 2. Hof, Aufgang Mehringhoftheater, 1. Stock überm Theater;
Anfahrt: U6/U7 Mehringdamm

Vorgeschlagener Zeitrahmen sind 2½ Stunden zum gegenseitigen Kennelernen und kennelernen des Bezugsgruppenkonzepts. Ein zweites Treffen ist manchmal sinnvoll.

2. und letztes Bezugsgruppen-Findungstreffen

Jetzt werden Verabredungen getroffen und es geht los. Die nächste Einladung zur Gründung von Bezugsgruppen gibt es dann im Sept./Okt. 2014

Tag: Montag, 24. März 2014
Zeit: 18:30-21:00 Uhr
Ort: blauer Salon (siehe oben)

„Ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“) – Offenes Treffen 22.1.14

Im neuen Jahr geht’s weiter mit dem Thema
„ex­pan­si­ves Ler­nen“ (vs „de­fen­si­ves Ler­nen“)

Einladung zum offenen Treffen der Kritischen Lehrer_Innen zum Thema Expansives statt defensives Lernen. Klaus Holzkamp, Begründer der Kritischen Psychologie, hat das Konzept des expansiven Lernens entwickelt: Schüler lernen dann auf sinnvolle Weise, wenn sie eigene Gründe (die ihren Lebens- und Lerninteressen entsprechen) dafür haben. Demgegenüber stellt er den Begriff des defensiven Lernens, das nicht der Überwindung von Hindernissen beim Erreichen von Lebens- und Lerninteressen dient, sondern lediglich der Vermeidung von Sanktionen wie z.B. Noten und Abwehr von Bedrohung. Bedingungen in der Schule behindern dementsprechend häufig eher Lernen, als es zu ermöglichen. Ist expansives Lernen im Rahmen von Schulunterricht trotzdem möglich?

Mitt­woch, 22.1.14, um 19 Uhr in der Meu­te­rei (Rei­chen­ber­ger 58, Kreuz­berg)

noch ein paar Lesetipps:
Die beiden Konzepte stammen von Klaus Holzkamp, der die Kritische Psychologie (marxistische Subjektiwssenschaft) an der FU begründet hat.
Hier ein Interview, in dem er über sein spezifisches Verständnis von Lernen spricht:
http://www.ph-heidelberg.de/org/suschu/ex.auszug.holzkamp.pdf
Ein Text, der sich mit dem subjektwissenschaftliuchen Lernkonzept kritisch auseinandersetzt:
http://www.cedefop.europa.eu/etv/Upload/Information_resources/Bookshop/423/36_de_grotlueschen.pdf
Und eine Hausarbeit mit dem Titel “ Die (Un-) möglichkeit subjektwissenschaftlichen Lernens im Schulalltag“
http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/~gerstner/Wilhelm.pdf

Ge­flüch­te­te & Schu­le – Offenes Treffen am Mitt­woch, 11.​12.

Ge­flüch­te­te & Schu­le
Die kritischen Lehrer_innen laden zum Gespräch
Wir wollen uns diesmal mit der Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher befassen. Diese haben zwar ein Recht auf Bildung, also auch auf den Schulbesuch, welches aber aktuell in Berlin aufgrund diskriminierender bürokratischer Hürden nur dürftig durchgesetzt wird. Und selbst wenn es durchgesetzt wird, stellt sich die Frage, ob das hiesige Schulsystem angemessen auf geflüchtete Kinder und Jugendliche eingestellt ist. Demnach wollen wir darüber nachdenken, wie sie bei diesem Zugangsproblem und innerhalb der Schule unterstützt werden können. Auch Möglichkeiten, wie das schulische Umfeld informiert, sensibilisiert und politisiert werden kann, sollen diskutiert werden. All diese Überlegungen zu Support, Empowerment, Sensibilisierung und Politisierung sollen dabei jedoch daraufhin abgeklopft werden, wie angesichts einer weißen Dominanz v.a. der Lehrer_innenschaft und der administrativen Ebene Othering, Paternalismus, Viktimisierung und positiver Rassismus vermieden werden können: Was, wenn sie aus guten Gründen gar nicht in die Schule wollen? Wie kann ein paternalistischer und exklusiver Diskurs über „diese Flüchtlingskinder“ in Lehrer_innenzimmern und auf Schulkonferenzen vermieden werden? Wie kann erreicht werden, dass zwar die individuellen Geschichten der Schüler_innen sensibel berücksichtigt werden, Empathie und Solidarität gefördert werden, sie aber nicht permanent auf diese Rolle der „Anderen“ und der „Opfer“ reduziert werden?

Mittwoch, 11.12.13, um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger 58, Kreuzberg)

Sekundärtugenden in der Schule – Offenes Treffen am 27.11

Sekundärtugenden in der Schule
Im Zeitalter der Krise sollen die deutschen Schülerinnen und Schüler mehr lernen, als nur Mathe, Naturwissenschaften und Sprachen. Soziale und emotionale Fähigkeiten rücken in den Fokus. Geht es dabei aber um die persönliche Entwicklung des Individuums oder darum, mit soft skills „fit für die Zukunft“ zu machen ?

Mittwoch, 27.11.13, um 19 Uhr
in der Meuterei (Reichenberger 58, Kreuzberg)

Die Offenen Treffen sind keine „interne“ oder „BescheidwisserInnen“-Veranstaltungen, sondern es sind immer alle In­ter­es­sier­ten herz­lich will­kom­men.
Sie finden jetzt wieder in der Regel mittwochs statt
, es gibt aber dieses Jahr noch eine Ausnahme:

Die nächsten Themen sind:
Mitt­woch, 11.​12.: Ge­flüch­te­te & Schu­le

Emanzipation durch Monoedukation? Gender in den MINT-Fächern

Einladung zum offenen Treffen der Kritischen Lehrer_innen

Thema dieses mal:
Emanzipation durch Monoedukation? Gender in den MINT-Fächern

Die Statistiken sprechen für sich. In den Berufen im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik (MINT) sind Frauen klar unterrepräsentiert. Deshalb wurden von verschiedenen Stellen spezielle Förderprogramme für Mädchen aufgelegt, um mehr Mädchen und junge Frauen für diese Berufe zu gewinnen. Bisher aber nur mit mäßigem Erfolg.
Es wird auch immer wieder gefordert und teilweise auch umgesetzt diese Fächer in der Schule nach Geschlechtern getrennt zu unterrichten (Monoedukation) um auf die Bedürfnisse der Mädchen und Frauen besser eingehen zu können.
Ist das ein sinnvoller Ansatz um in der heteronormativen Gesellschaft eine Gleichberechtigung zu erreichen? Sind die Ziele eines solchen Ansatzes überhaupt unterstützenswert? Oder werden durch solchen monoedukativen Unterricht die gesellschaftlich erzeugten Geschlechterverhältnisse weiter zementiert?

Donnerstag, 14.11.13, um 19 Uhr
in der Meu­te­rei,
Rei­chen­ber­ger Str. 58

„alternative“ vs. öffentliche Schule

Sollten wir versuchen, die richtige Schule im falschen Leben zu errichten?
Oder im Rahmen dieser herrschaftsförmigen Gesellschaft versuchen, die öffentliche Schule zu verbessern?

Es soll vor allem um unsere – und Deine? - subjektive Positionierung gehen.

Donnerstag, 31.10.13, um 19 Uhr in der Meuterei, Reichenberger Str. 58

Den Begriff der „alternativen“ Schule haben wir in dieser Einladung sehr allgemein verstanden, quasi als Gegenbegriff zur „öffentlichen“ Schule.
Eine interessante Diskussion entspann sich vorher schon auf der Mailingliste und ist in den Kommentaren nachzulesen.

Staatsdiener_in und politischer Mensch – Offenes Treffen 17.10.13

Staatsdiener_in und politischer Mensch – Offenes Treffen der Kritischen Lehrer_innen

Do, 17. Oktober
19:00 Uhr
blauer Salon im Mehringhof

(Gneisenaustr. 2a überm Mehringhoftheater)

Die Schule ist durchzogen von expliziten Herrschaftsverhältnissen, sogenannten Sonder-Rechtsverhältnissen, die die Grundrechte der Betroffenen einschränken. Sie heißen Schulverhältnis und Beamt_innenverhältnis. Zum Beispiel ist die Meinungs- und Redefreiheit von Lehrkräften eingeschränkt. Wenn man die rechtlichen Einschränkungen der persönlichen Freiheit der Beteiligten bedenkt, dann wirkt das zunächst einschüchternd und passivierend. Wir wollen es nicht dabei belassen, sondern über die Spielräume diskutieren, die wir als politische Menschen in der Schule haben: Stichworte sind: Handlungsspielräume, vorauseilender Gehorsam, Selbstzensur. Gesetze können zwar einen repressiven Rahmen schaffen, aber es müssen auch immer Menschen an den entsprechenden Stellen sitzen, die bereit sind, den Rahmen gegen andere auszuschöpfen. Es lohnt sich also, miteinander über unsere Erfahrungen mit „abweichendem“ gesellschaftlich und politisch engagiertem Verhalten zu sprechen. Tun wir es…

Offene Treffen – Ende der Sommerpause

Eine neue Runde offene Treffen der Kritischen Lehrer_innen steht wieder an. Hoffentlich wird wieder eine kleine Serie herrschaftskritischer Abende zum Thema Schule und Bildung daraus. Unsere Terminumfrage hat ergeben, dass das erste offene Treffen nach der Sommerpause am 26.9. stattfindet:

Do, 26. Sept.
19-21:30 Uhr
Blauer Salon im Mehringhof
Gneisenaustr. 2a, 2. Hof über dem Mehringhoftheater.

Organisation der KriLe-Treffen des kommenden halben Jahres. Inhalte, Termine, Form und Aufgabenverteilung.

Wir freuen uns sehr, wenn am Donnerstag viele Menschen zum Treffen kommen und sich so das Bisschen notwendige Arbeit auf viele Schultern verteilt.

Streik der angestellten Lehrer_innen geht weiter

Vielleicht treffen wir uns ja bei einer der Streikveranstaltungen im Laufe der Woche (21.-23.8.)
Weiterhin sind Eure subjektiven Berichte zum Streik sehr willkommen – schreibt bitte dazu, ob wir sie hier veröffentlichen dürfen.

Offenes Treffen: Aberglauben in der Schule? 5.6.

Die Diskussion einleiten wird eine Polemik von Frank:

„Nur die Kirchen raus aus dem Bildungssystem?
Und Gott und Aberglauben drinlassen?

Das Tragen einer Kippa in der Schule würde ich jederzeit verteidigen.
Wieso es damit in Deutschland eine besondere Bewandtnis hat, muss wohl nicht erläutert werden.

Kreuz und Kopftuch haben dort aber nichts verloren, genauso wenig wie „Religionsunterricht“, Sonder-Ferientage für Angehörige staatlich anerkannter Aberglaubensgemeinschaften, Gebetsräume, „freiwillige“ Schulgottesdienste am Luther-Tag, Befreiungen vom Schwimmunterricht oder geschlechtergetrennter Sportunterricht aus religiösen Gründen. Um das Lehren von Kreationismus muss wohl bisher in Deutschland nicht gestritten werden, aber wie lange noch?

Täuscht mein Eindruck oder gibt es solcherart stark zunehmenden Erscheinungen gegenüber eine Menge falscher Toleranz auch unter sich emanzipatorisch verstehenden Pädagog_innen?
Dass mensch ungern mit Rassisten wie Sarrazin eine Position gegen Kopftücher teilen möchte, ist klar. Doch deshalb dürfen wir die kämpferische Auseinandersetzung mit antiemanzipatorischen Ideologien – und das sind prinzipiell alle Religionen, nicht nur deren Institutionen – nicht den Rassist_innen überlassen.“

Offenes Treffen: Sommerforum für selbstbestimmte Bildung

Lieb Kritische Lehrer_innen und interessierte,

herzliche Einladung zum offenen Treffen der Krilen

am Mi, 22. Mai
um 19 Uhr
im Irving-Zola-Haus (Ohlauer Str. 12)

Thema: Vorstellung des Sommerforums für selbstbestimmte Bildung

Einladung zum offenen KriLe-Treffen am 10.04.2013 um 19 Uhr im Irving-Zola-Haus

Am Mittwoch, den 10.04.2013, möchten wir uns erneut unter dem Dach des Irving-Zola-Hauses in der Ohlauer Straße 12 einfinden, um uns einen Raum zu schaffen,
an dem wir uns – geschützt vor den Widrigkeiten unseres täglichen Umgangs mit Schule, Herrschaft und Gedankenlosigkeit – mit Ideen, Kritik, Diskussion, Konsens und Inter-/Aktion begegnen können.

Wir laden dich herzlich dazu ein, mit deinen Wünschen, deiner Kritik und Utopie an der Gestaltwerdung der KriLe teilzuhaben!

Schwerpunktmäßig werden wir uns mit folgendem Thema beschäftigen: „Vom Durchschweigen in Studium und Referendariat“: Wie gebe ich mich in der Institution zu erkennen als jemand, der mit autoritären Praxen nicht einverstanden ist? Gebe ich mich überhaupt zu erkennen? Was macht derart strategisches Schweigen und Kommunizieren mit uns?

Einen kurzen Hinweis auf dein Erscheinen am Mittwoch kannst du an kritischelehrerinnen@web.de richten.

Beste Grüße und bis dann

24. März: Gründungstreffen – Bezugsgruppen für die Schulpraxis (IV)

Du hast deine Bewerbung fürs Referendariat abgegeben? Du bist noch unsicher, wie du im Ref. klarkommen wirst? Dann mach mit bei einer der Bezugsgruppen zur Schulpraxis oder gründe eine.

Die Idee ist, dass sich Studierende, Referendar_innen, und Junglehrer_innen zu Bezugsgruppen zusammenfinden, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu reflektieren und das Erlebte auch in einen theoretischen / politischen Kontext einzuordnen.

Workshop zum Bezugsgruppenkonzept und zum Kennenlernen

So, 24. März 2013
17-20 Uhr
Irving-Zola-Haus, Ohlauer Str. 12

wetere Infos und Texte zum Bezugsgruppenkonzept findest du im Dossier Bezugsgruppen

parallel findet im Irving-Zola-Haus das Kiezcafe statt und es gibt (veganen) Kuchen.

Aufruf zur Beteiligung an der Refugee-Revolution-Demo am 23.3.13

Als Verbündete des Flüchtlingsstreiks rufen wir mit zur Refugee-Revolution-Demo auf. Bitte kommt mit uns am Sa, 23.3.2013 um 14 Uhr auf den Berliner Oranienplatz und lasst uns zeigen, dass es auch im Inneren des Systems Menschen gibt, die das Flüchtlingsabwehr-Regime der EU und Deutschlands nicht mittragen. Lasst uns gemeinsam unsere Solidarität mit allen Geflüchteten demonstrieren, die um ihre Würde und um ihre Rechte kämpfen!

hier der Aufruf der Flüchtlinge und ihrer Unterstützerinnen:

What we need is your solidarity!

An alle Verbündeten und solidarischen Gruppen des Refugee Protest und
des Camps Oranienplatz!

Wir, die streikenden Geflüchteten vom Oranienplatz Berlin und die tätigen UnterstützerInnen rufen alle mit uns solidarischen Gruppen in Berlin und bundesweit dazu auf, in ihren Kreisen und mit ihren Mitteln die Refugees Revolution Demo am 23.03.2013 in Berlin zu unterstützen und dafür zu mobilisieren. Wir bitten Euch, den Aufruf auf Internetseiten und Mailinglisten breit
zu verteilen.

Wir bitten auch ganz besonders um die öffentliche Mitunterzeichnung unseres Aufrufes bzw. begrüssen eigene Demoaufrufe mit eigenen Formulierungen. Wichtig ist ferner, dass ihr uns das zügig rückmeldet, damit wir dies spätestens auf der öffentlichen Pressekonferenz zur Ankunft der Refugee Revolution Bustour am 20.03.20213 in die dortige Presseerklärung und damit letzte pressewirksame Ankündigung der Demo einfliessen lassen können. Ebenso benötigen wir Unterstützung beim Verteilen und Auslegen von Flyern und dem Kleben von Plakaten. Meldet Euch und seid dabei!

Mit kämpferischen Grüssen
die streikenden Geflüchteten vom Oranienplatz Berlin und die tätigen
UnterstützerInnen

weitere Infos:

  • Materialien siehe http://asylstrikeberlin.wordpress.com/donwloadsmaterial/
  • Rückantworten und Fragen bitte an die Presse-/Medien AG Refugee Protest Oranienplatz, in dieser Sache zuständig: Dirk Stegemann (dirk.stegemann@gmx.com)
  • http://asylstrikeberlin.wordpress.com/
  • http://refugeesrevolution.blogsport.de/